Bohrlöcher schließen ohne streichen leicht gemacht

Das Wichtigste in Kürze
  • Bohrlöcher in der Wand zu schließen ist in nur drei einfachen Arbeitsschritten leicht gemacht.
  • Geeignet für Zement-, Beton-, Kalk- und Gipsputz, mithilfe von Fertig-Spachtelmasse oder selbst angemischter Spachtelmasse
  • Für farbige Wände ist ein Reparaturkit in verschiedenen RAL-Farben die Lösung des Problems.

Für allerlei Dinge benötigt man Bohrlöcher in der Wand. Doch schnell ist das Problem in der Wohnung da, ein Bild versetzt oder ein Möbelstück verschoben und schon kommen die unliebsamen Bohrlöcher zum Vorschein. Doch muss man nicht gleich an Streichen und Tapezieren danken. Kleine Fehler lassen sich auch schnell und ohne sichtbaren Rückstände an jeder Wand beseitigen.

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Bohrlöcher schließen ohne streichen und sichtbare Spuren zu hinterlassen, dies ist nicht dem Profi-Handwerker vorbehalten. Auch selbst kann man mit ein wenig Geschick und geringen Materialkosten und einfachem Werkzeug die optischen Makel in der Wand beseitigen.

Arten der Spachtelmasse

In den meisten Fällen, um ein Bohrloch zu verschließen, wird heutzutage auf Spachtelmasse zurückgegriffen. Spachtelmasse gibt es in jedem gut sortieren Baumarkt und Heimwerkerbedarf zum selbst anmischen. Gern wird aber auch Instant-Spachtelmasse aus der Tube genutzt. Diese Fertig-Spachtelmasse besteht zumeist aus Dispersionskunstharz und eignet sich daher gut für mineralische Oberflächen wie unter anderem Zement-, Beton-, Kalk- und Gipsputz. Einsatzgebiet dieser Fertig-Spachtelmasse ist sowohl der Außen- als auch der Innenbereich. Jedoch ist diese Art von Spachtelmasse zumeist erheblich teurer, als normale Spachtelmasse in Pulverform zum selber mischen.

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Vermeindlicher Spachtelmassenersatz

Im Gegensatz zu den bewährten Methoden der Spachtelmasse und der Fertig-Spachtelmasse, hält sich unter Heimwerkern immer noch das Gerücht, dass man Spachtelmasse auch durch andere Dinge ersetzen kann. Der Ideenreichtum kennt hierbei keine Grenzen und reicht von Kaugummi oder Zahnpaste bis hin zu Silikon oder Acryl.

Mit diesen Stoffen ist es zwar auch möglich Bohrlöcher ohne Streichen zu schließen, jedoch sollte man sich hier genau überlegen, was man hier tut.

Kaugummi zum einen ist kein Baustoff, sondern ein Nahrungsmittel. Nach kurzer Zeit wird der Kaugummi in der Wand bröckelig und rissig. Der reparierte Schaden wird so innerhalb kurzer Zeit wieder da sein. Noch schlimmer, der Kaugummi kann Schimmeln. Schimmelsporen gelangen in die Wand und setzen sich fest. Diesen wieder zu entfernen, kann zu erheblichen Aufwand führen, der die Kosten der gesparten Spachtelmasse erheblich übersteigen wird.

Aber auch Zahnpasta, Silikon und Acryl zu nutzen, ist nicht die beste Wahl. Auch hier ist die Gefahr gegeben, dass der beseitigte Schaden recht schnell wieder sichtbar wird. Risse, und ein wieder ersichtliches Bohrloch wären die Folge.

Möchte man also Bohrlöcher schließen, ohne zu streichen und dies fachgerecht, ohne Nacharbeiten, sollte man also lieber auf die bewährten Methoden zurückgriffen.

Arbeitsmittel zum Verschließen von Bohrlöchern

Um Bohrlöcher zu beseitigen, sind nur wenige herkömmliche Handwerksartikel von Nöten:

  • Spachtelmasse oder Fertig-Spachtelmasse
  • Spachtel, wobei die Größe der Spachtel der Bohrlochgröße angepasst werden sollte
  • Mischbrecher
  • Kneifzange oder Spitzzange
  • Schleifpapier
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Arbeitsschritte um Böhrlöcher zu verschließen ohne streichen zu müssen

Schritt 1: Dübel entfernen und das Bohrloch säubern

Um das unliebsame Bohrloch ohne Streichen zu schließen, ist im ersten Arbeitsschritt den noch verbliebene Dübel aus der Wand zu entfernen. Im besten Falle lässt sich der Dübel einfach mit einer Spitzzange aus der Wand ziehen. Aufgepasst werden sollte hier, dass der Dübel gerade nach hinten herausgezogen wird. Verkeilen sollte hierbei ausgeschlossen werden, gerade bei ausgefransten Bohrlöchern ist hier die Gefahr groß, das dass Bohrloch weiter unnötig zu vergrößern.

Sollte der Dübel zu fest stecken, kann man diesen trotzdem mit einem einfachen Trick entfernen: Eine Schraube in passender Größe wird in den Dübel gedreht. Sobald die Schraube merklich im Dübel steckt, wird an der Schraube die Kneifzange angesetzt und der Dübel aus der Wand gezogen.

Bei diesem Arbeitsschritt sollte vor allem bei Tapete mit Sorgfalt gearbeitet werden, da ansonsten die Tapete schnell einreißen kann. Ein Tipp: Die Tapete mit zwei Fingern dicht am Bohrloch festhalten und dann den Dübel herausziehen.

Vorsicht sollte zudem bei Hohllochwänden geboten sein. Hier werden gern Metalldübel mit gespreizten Wiederharken in der Wand eingesetzt . Diese sind nicht mehr aus der Wand entfernbar. Sollte ein solcher Dübel in der Wand sein, ist es eine bessere Idee mit einem Hammer und einem passenden Werkzeug, den Dübel noch etwas mehr in die Wand zu drücken und ihn zu überspachteln.

Im Anschluss ist das Aussaugen des Bohrlochs zu empfehlen, somit ist ein besserer Halt der Spachtelmasse gewährleistet. Aber Achtung, der Aufsatz des Saugers sollte sauber sein, andernfalls entstehen durch ein dreckiges Saugrohr schnell unliebsame Flecken an der Wand.

Schritt 2: Das Bohrloch verschließen

Ist der Dübel entfernt, kann nun mit dem verschließen des Bohrlochs begonnen werden.

Wie im Anfang erwähnt, kann entweder fertige Spachtelmasse verwendet werden, alternativ wird die Spachtelmasse selbst angemischt. Spachtelmasse zum selbst anmischen besteht dabei zumeist aus Gips oder Mörtelpulver. Mörtelpulver hat dabei gegenüber Gips eine erhöhte Festigkeit nach dem aushärten. Ist das Bohrloch klein, kann damit auf Gips zurückgegriffen werden. Größere Bohrlöcher sollten jedoch mit Mörtelpulver verschlossen werden.

Wenn die Masse selbst angemischt wird, wird etwas Wasser in den Mischbrecher gegeben und danach etwas Pulver dazu. Das Ganze wird ordentlich vermischt, dass ein fester Brei entsteht. Die Masse darf dabei nicht zu flüssig sein, jedoch auch nicht zu fest, dass sie noch verarbeitet werden kann. Anzumerken ist, dass manche Mischungen zum selbst mischen extra schnell aushärten, zügiges Arbeiten ist hier zu gewährleisten.

Ist die Mischung fertig, alternativ die Fertig-Spachtelmasse bereit, wird vorsichtig mit einer dem Bohrloch angemessenen großen Spachtel das Material in das Bohrloch gedrückt. Dabei sollte das Material so tief wie möglich in die Wand gedrückt werden.

Ist das Bohrloch verschlossen, wird vorsichtig mit der gesäuberten Spachtel, einem oder nassem Finger die Masse auf dem Bohrloch gleichmäßig verteilt, bis das Material mit umliegenden restlichen Wandfläche eine ebene Fläche bildet.

Damit wäre die Grobarbeit beendet. Je nach Hersteller kann die Masse zum Austrocknen nun einige bis mehrere Stunden benötigen.

Unterstützung des Trockenvorgangs mithilfe von Heizstrahlern oder dergleichen sollte man vermeiden. Zu schnelles trocknen, kann zur Rissbildung auf der Oberfläche führen. Sollten Risse jedoch auch so auftauchen, kann man diese mit ein wenig Masse wieder schließen. Auch hier sollte wieder auf einen ausreichenden Trockenvorgang geachtet werden.

Schritt 3: Nacharbeiten: Abschleifen

Nachdem das Bohrloch nun geschlossen ist, kann man mithilfe von Schleifpapier eine eventuell auftretende Unebenheit ausgebessert werden. Hierfür sollte ein Schleifpapier in der passenden feinen Körnung genutzt werden.

Tipp: Stachelmasse ist gewöhnlich in der Farbe weiß erhältlich. Sollte die Wand jedoch farblich sein, entsteht schnell ein Problem. Für solche Fälle bietet der gut sortierte Baumarkt jedoch Abhilfe. Ein Reparaturkit in verschiedenen RAL-Farben ist hier die Lösung des Problems.

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