Blei entsorgen – aber wie?

Das Wichtigste in Kürze
  • Blei gehört zu den Schwermetallen und ist wegen seiner hohem Dichte und dennoch niedrigen Materialhärte ein sehr beliebter und oft verwendeter Werkstoff.
  • Jedoch ist Blei für den menschlichen Organismus sowie für die Umwelt sehr giftig.
  • Blei gilt als Sondermüll. Der Umgang sowie die Entsorgung unterliegen daher strengen Bestimmungen.

Blei ist vielerorts anzutreffen und begegnet uns oftmals auf der Arbeit, in der Freizeit und sogar in den eigenen vier Wänden. Doch wegen seiner hochgiftigen Eigenschaften ist es wichtig, dass das Blei entsorgen fachmännisch geschieht. Zum Wohle der Menschen und der Umwelt.

Das Vorkommen von Blei

Da Blei ein verhältnismäßig weiches Metall ist, welches sich bei Bedarf auch gut biegen lässt, wurde Blei gerne als Werkstoff in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Auch heute wird das Blei noch verwendet, jedoch wird ein größeres Augenmerk auf die gesundheitlichen Aspekte und die umweltschonende Methode beim Blei entsorgen gelegt.

Blei-entsorgen
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Blei kommt oftmals in dem eigenen Haushalt vor, ohne dass es dem Bewohner bewusst ist. So wurden zum Beispiel in der Vergangenheit viele Wasserrohre aus bleihaltigem Material gefertigt. Eine schleichende Bleivergiftung über Jahre hinweg bei einem beschädigten Rohrsystem war da gar nicht so selten. Heute sind die meisten Bleirohre wegen ihrer Gesundheitsgefährdung zwar ausgetauscht, mancherorts wird es aber immer noch für die Rohrverbindungen untereinander verwendet.

Weitere Bleivorkommen im Haushalt sind beispielsweise in den Ummantelungen von Kabeln, in den Auskleidungen von Rinnen sowie für die Herstellung von Dachverkleidungen. Aber auch in manchen Dichtungsmaterialien ist Blei enthalten und genauso gesundheitsgefährdend wie Asbest. Letztendlich kommt Blei zum Beispiel in Gardinenbändern vor, im Senklot von Angeln oder bei älteren Fenstern in Form von meist wertvollen Bleiverglasungen.

Auch sämtliche Batterien beinhalten Blei, egal, ob es sich um handelsübliche im Haushalt verwendete Produkte handelt oder um die Batterien von Kraftfahrzeugen. Es gibt noch viele weitere Beispiele von Blei rund um Haus, Garten und Hobby. Kaum einer denkt zum Beispiel daran, dass auch das Lametta in der Weihnachtszeit oftmals aus Blei besteht und somit in den Sondermüll gehört.

Bei dem Umgang mit diesem Werkstoff ist immer besondere Sorgfalt walten zu lassen, denn die Giftstoffe können leicht vom Menschen aufgenommen werden, meist sogar unbewusst. Das Gleiche gilt natürlich besonders auch für das Blei entsorgen, welches niemals über den Hausmüll geschehen darf. In der Industrie kommt Blei häufig noch in Rostschutzfarben, in verbleiten Kraftstoffen sowie den Autoabgasen der damit betriebenen Kraftfahrzeuge, in der Müllverbrennung sowie im Klärschlamm vor.

Die Aufnahme von Blei

Blei kann auf vielerlei Art in den menschlichen Organismus gelangen. Da es hochgiftig und somit stark gesundheitsgefährdend ist, ist auf den sorgsamen Umgang mit dem Schwermetall Blei zu achten. Doch auch beim Blei entsorgen muss mit sehr viel Sorgfalt gearbeitet werden, damit das giftige Schwermetall nicht in den Boden und das Grundwasser gelangen kann. Und somit in unseren Nahrungskreislauf.

Denn befindet es sich erst einmal im Grundwasser, so wird es von den Pflanzen aufgenommen. Anschließend kann es direkt vom Menschen konsumiert werden, sofern es sich um essbare Pflanzen handelt. Aber auch eine indirekte Aufnahme ist möglich, wenn das mit Blei vergiftete Grün zum Beispiel von Nutztieren gefressen wird. Verarbeitet der Mensch dann diese Tiere selbst oder ihre Erzeugnisse, so wird bei der Aufnahme der Körper mehr oder weniger stark mit dem Schwermetall belastet.

Neben der Aufnahme durch die Nahrung und Getränke kann Blei jedoch auch über die Haut aufgenommen oder in Form von bleihaltigen Dämpfen eingeatmet werden. Dadurch kann eine schleichende Vergiftung erfolgen, die manchmal über Jahre hinweg anhält und sich verstärkt, ohne, dass der Betroffene es anfangs überhaupt merken muss. Denn Blei kann vom Körper nur im geringen Maße über den Urin ausgeschieden werden. Der größere Anteil verbleibt im Organismus und sammelt sich an, besonders in den Organen. Das wiederum führt zu einer langsamen, aber im Ernstfall tödlich verlaufenden Vergiftung.

Während in der Vergangenheit eine Bleivergiftung meist aufgrund von Unwissenheit bei der Nutzung bleihaltiger Gegenstände wie Farben und Geschirr entstand, so kommt es heute meist durch einen Arbeitsunfall zu einer Kontaminierung des toxisch giftigen Schwermetalls.

Gesundheitliche Gefahren bei dem Kontakt mit Blei

Blei kann schon bei sehr geringen Mengen, die jedoch über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schädigungen führen, bis hin zur absoluten Lebensgefahr. Um so wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit diesem Metall sowie eine hohe Sorgfalt beim Blei entsorgen. Bei einer Vergiftung mit Blei, egal, ob es nun über die Nahrung oder die Haut aufgenommen wird, führt zu einer Störung der Blutbildung sowie zu ernsthaften Schädigungen des Nervensystems. Das Schwermetall reichert sich dabei hauptsächlich in den Organen wie dem Knochenmark, der Leber oder den Nieren an.

Mögliche Symptome bei einer Bleivergiftung

Je nach Stärke der Vergiftung kann es zu folgenden Anzeichen kommen:

  • Allgemeine Schwäche und ständige Müdigkeit, auch bei ausreichendem Schlaf
  • Appetitlosigkeit
  • Magenschmerzen bis hin zu Einblutungen und Erbrechen
  • unerklärlicher, mitunter starker Gewichtsverlust
  • erhöhter Blutdruck und eine Unregelmäßigkeit in der Herzschlagfrequenz
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Koliken von Magen und/oder Darm
  • Motorische Störungen bis hin zu Lähmungen
  • Schädigungen an den Nieren bis hin zum Nierenversagen
  • in schweren Fällen Kreislaufversagen, Koma bis hin sogar zum Tod
  • Besonders bei Kindern, die unter starken Vergiftungen durch Blei leiden, kommt es häufig, sofern sie überleben, zu schweren Hirnschäden.

Blei entsorgen – aber richtig

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Blei um ein giftiges Schwermetall, welches bei unsachgemäßer Handhabung zu schweren gesundheitlichen Schädigungen führen kann. Beim Umgang sowie dem Blei entsorgen ist daher besondere Vorsicht walten zu lassen. Wegen seiner starken toxischen Eigenschaft darf Blei sowie bleihaltige Abfälle nicht im Hausmüll entsorgt werden. Bereits wenige Batterien auf einer Mülldeponie können zu gravierenden Umweltschädigungen führen.

Da Blei hochgiftig ist, gehört es in den Sondermüll.

Vor dem Blei entsorgen steht immer die sachgemäße Lagerung, damit Spuren des toxischen Giftes nicht in die Umwelt gelangen können. So ist Blei immer sicher vor dem Zugriff unbefugter Personen sowie von Kindern an einem trockenen und witterungsgeschützten Platz zu lagern. Anschließend können sowohl reines Blei als auch bleihaltige Abfälle bei öffentlichen Wertstoffsammelstellen der Stadt oder Gemeinde abgegeben werden. Handelt es sich um reinen Bleischrott, so kann bei einem Schrotthändler sogar noch etwas Geld verdient werden.

Blei - Batterien richtig entsorgen
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Inzwischen sind alle Händler von Batterien vom Gesetz her verpflichtet, die leeren Artikel kostenfrei zurückzunehmen. Sie müssen sich dann selbst um die sachgemäße Entsorgung der Altbatterien kümmern. Das gilt für Haushaltsbatterien genauso wie für die Batterien der Kraftfahrzeuge. Seitdem dieses Gesetz besteht und selbst in jedem Supermarkt Sammelstellen für Altbatterien vorhanden sind, gibt es also keinen Grund mehr, leere Batterien in den Hausmüll zu werfen.

Fazit
Blei ist ein williger Baustoff, der, wegen seiner guten Eigenschaften, besonders gerne in der Industrie verwendet wird. Doch Blei ist hochgiftig. Das Blei entsorgen darf daher nur über den Sondermüll erfolgen. Ansonsten kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden sowie einer hohen Belastung der Umwelt kommen.

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