Das barrierefreie Bad – für mehr Sicherheit im Badezimmer

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein barrierefreies Bad ist für Menschen in allen Altersgruppen geeignet.
  • Neben der stilvollen Optik bietet es auch höchsten Badkomfort.
  • Die Kosten können durch staatliche Zuschüsse reduziert werden.

Bei der modernen Wohnraumgestaltung ist das barrierefreie Bad heute ein Must-have. Sie eignen sich nicht nur für Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, sondern sorgen bei allen Generationen für ein Wohlfühlgefühl. Barrierefreie Bäder sind moderne Lösungen in einem frischen Look, komfortabel und zukunftsweisend.

Welche Barrieren gibt es im Bad?

Die Barrieren im Bad können vielfältig sein und auch Unfallstellen darstellen. Dazu gehören:

  • eine rutschige Fläche
  • eine Dusche mit Kante
  • ein Gegenstand, der schwer erreichbar ist
  • ein hoher Badewannenrand.

Menschen, die keine körperlichen Beeinträchtigungen haben, fällt es in der Regel nicht schwer, mit diesen Hindernissen umzugehen. Trotzdem ist die Barriere vorhanden und sie ist ein Risiko für die Sicherheit. Deshalb ist das Ziel des barrierefreien Bades, dieses Risiko weitmöglichst zu reduzieren und den Badkomfort zu maximieren.

Sicherheit durch ein barrierefreies Bad

Barrierefreiheit beginnt bei einem Bad ohne Stolperkanten, geht über Flächen, auf denen man nicht ausrutschen kann bis hin zu dem Vermeiden von Verbrühungen.

Eine Dusche, die bodengleich ist, gehört in jedes moderne Bad. Sie ist ebenerdig und auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen. Dazu benötigt man heute keinen gefliesten Bereich mehr. Das heute verwendete Material ist hochwertig, insbesondere zum Thema Sicherheit. Emaillierte Duschflächen, die bodeneben eingebaut sind, garantieren eine komfortable Nutzung ohne Kanten und Schwellen. Darüber hinaus haben sie neben einem flachen Design auch eine ansprechende Optik.

Barrierefreies Bad

Flexibel durch jede Lebensphase

In jeder unserer Lebensphasen haben wir ganz individuelle Bedürfnisse. Eine junge Familie mit Kindern hat andere Ansprüche wie ein Paar in einem hohen Alter. Das sollte man schon bei der Planung des Bades berücksichtigen. Architekten und Bauherren, die nachhaltig agieren, orientieren sich an den Bedürfnissen der einzelnen Lebensphasen. Deshalb ist die Ausstattung des Bades dann auch so konzipiert, dass es für Menschen jeden Alters optimal genutzt werden kann und Senioren ermöglicht, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zusammengefasst perfekt barrierefrei ist ein Bad dann, wenn es sowohl ein Kinderbad als auch ein seniorengerechtes Bad ist.

Jede unserer Lebensphasen hat eigene Nutzungsgewohnheiten. Als kleines Kind wird man in einem Lernprozess an die Körperhygiene herangeführt, Eltern halten sich nur kurzzeitig im Bad auf, währenddessen Senioren deutlich mehr Zeit im Bad verbringen. Dabei freuen sich Senioren dann auch darüber, dass es im Bad komfortable Hilfe für sie gibt. Doch alle Generationen haben eines gemeinsam, den Wunsch nach Eigenständigkeit und Autonomie. Dem gilt es gerecht zu werden.

Das Waschbecken im barrierefreien Bad

Soll ein Waschbecken barrierefrei sein, so kann man es unterfahren und es hat weder einen Unterschrank noch einen Siphon. Das ist nicht nur für Menschen im Rollstuhl wichtig. Benutzt ein älterer Mensch einen Rollator, so kann er mit diesem sehr nah an das Waschbecken heranfahren. Kinder können auf einem Hocker ebenfalls sehr dicht an das Waschbecken herankommen.

Waschbecken, die unterfahren werden können, schaffen auch Stauraum für Wäschekörbe und Badezimmerhocker. Gut geeignet sind als barrierefreie Waschtische frei hängende Wandwaschtische, Einbauwaschtische und Aufsatzwaschtische. Darüber hinaus stehen Waschtisch-Schalen zur Verfügung, die flexibel auf einer einfachen Trägerplatte montiert werden. Diese wirken besonders stilvoll und setzen ein besonderes Akzent. Hilfreich sind auch Armaturen, die nicht berührt werden müssen. Gleichzeitig steigern sie den Badkomfort.

Barrierefreie Badewannen

Barrierefrei ist eine Badewanne dann, wenn sie einen breiten Wannenrand hat und den Ein- und Ausstieg durch Haltegriffe erleichtert. Stütz- oder Haltegriffe sind nicht nur für alte Menschen wichtig, sondern für junge wie alte, kranke und gesunde gleichermaßen. Diese Haltegriffe sind übrigens auch als stilvolle Design-Haltegriffe erhältlich.

Die Optik im barrierefreien Bad

So ein barrierefreies Bad ist jedoch nicht nur praktisch, sondern auch optisch äußerst attraktiv. Ob es nun die bodenebene, glänzende Dusche ohne Fugen ist, es keine Kanten gibt und die Übergänge fließend sind oder der Boden des Badezimmers eine Einheit mit der Dusche bildet, die Optik ist stimmig. Das Design wirkt reduziert, trotzdem wirkt das Ambiente stilvoll.

Die Langlebigkeit

Wer sein Bad schon in jungen Jahren mit Blick auf seine Zukunft gestalten will, muss auf langlebige Materialien setzen, denn schließlich soll es jahrzehntelang optisch schön im Bad bleiben. Hier hat sich bei Duschen und anderen Produkten Stahl-Email bewährt. Dieser bietet darüber hinaus noch den Vorteil, dass er porenfrei und fugenlos an der Oberfläche ist und daher leicht zu reinigen. Entscheidet man sich dann noch für einen Abperleffekt, bleibt auch kein Kalk oder Schmutz an ihnen haften. Langlebigkeit und schnelle Reinigung in einem.

Fördermittel

Der Bau oder Umbau in ein barrierefreies Bad ist nicht billig. Im Schnitt liegen die Kosten bei einem sechs Quadratmeter Bad bei etwa 8.000 Euro. Die KfW-Bank gewährt jedoch einen Zuschuss, wenn ein behindertengerechtes Bad gebaut wird oder durch einen Umbau Barrieren reduziert werden. Die entsprechenden DIN-Normen sind jedoch streng einzuhalten.

Der Antrag auf Förderung muss immer vor Beginn der Bauarbeiten oder dem Kauf von Hilfsmitteln gestellt werden. Dabei fördert die KfW-Bank alle Maßnahmen, die ein Haus oder eine Wohnung auf die Zukunft ausgerichtet modernisieren. Der Zuschuss kann bis zu 6.250 Euro betragen. Das gilt für folgende Baumaßnahmen:

  • der Schaffung bodengleicher Duschplätze
  • der Änderung der Bad-Raumaufteilung
  • der Modernisierung der Sanitäranlagen.

Förderfähig sind dabei alle Umbauten, die eine Barrierefreiheit herstellen und die der DIN 18040-2 entsprechen. Dazu zählen auch Duschen, Badewannen und Waschtische. Die KfW-Förderprogramme heißen:

  • KfW Förderprogramm Nr. 455-B: „Altersgerecht Umbauen“ (Zuschuss)
  • KfW Förderungsprogramm Nr. 159: “Altersgerecht Umbauen” (Kredit).

Beantragen können diese Fördermittel alle Privatpersonen unerheblich vom Alter. Sie müssen jedoch:

  • Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer sanierten Wohnung sein
  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung sein
  • Privatpersonen innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft sein
  • Mieter mit einer Modernisierungsvereinbarung mit dem Vermieter sein.
Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Hilfsmittel wie Duschsitze, Haltegriffe und Wannenlifter. Baumaßnahmen unterstützen sie nicht.

Die Pflegeversicherung übernimmt die Förderung der Kosten für Umbaumaßnahmen eines Pflegebedürftigen, die das persönliche Wohnumfeld verbessern.
Auch gibt es Förderungen der kommunalen Wohnraumförderstellen, sowie der Staats- und Landesbanken.

Wer ein barrierefreies Bad bereits in jungen Jahren mit Blick auf die eigene Zukunft errichtet, hat es im Alter leichter.

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