Akazienholz als Baustoff – Robust und widerstandsfähig

Das Wichtigste in Kürze
  • Es existieren 1400 verschiedene Arten der Akazie, wodurch unterschiedliche Holzmaserungen, -strukturen und -farbtöne mögliche sind.
  • Akazienholz ist als Baustoff vielseitig einsetzbar und verbindet in unbehandeltem Zustand 40 Jahr lang Funktionalität mit einem edlen Anblick.
  • Das Holz der Akazie zählt zu den härtesten der Welt, ist biegsam und elastisch. Es ist insbesondere für massive, geradlinige Holzmöbel geeignet.

Die Akazie eignet sich hervorragend in der Verwendung als Baustoff. Sie ist unempfindlich, sehr robust und witterungsbeständig, weshalb ihr Holz sowohl für den Innen- wie auch für den Außenbereich genutzt werden kann.

Die Akazie – Über 1400 verschiedene Arten

Die Akazie gehört zu den Mimosen-Gewächsen, die eine Unterart der Hülsenfrüchtler darstellen. Der seltene Baum zählt über tausend verschiedene Unterarten und ist vor allem in Australien, Afrika, Europa sowie Amerika heimisch. Akazien können als Bäume vorkommen, bilden jedoch häufig einen strauchartigen Wuchs aus. Bei einer Höhe zwischen 5 und 15 Metern kann die Pflanze zwischen 50 und 200 Jahren alt werden.

Während die Rinde braun, rissig sowie reich an Gerbstoffen ist, sind die Blätter der seltenen Pflanze immergrün, besitzen einen normalen Blattstiel und doppelt gefiederte Blattspreiten. An ausgewachsenen Exemplaren kann sich der Blattstiel abflachen und die Funktion der Photosynthese übernehmen. Manche Arten besitzen jeweils zwei kleine Nebenblätter, die entweder früh abfallen oder beständig sind, andere bilden an gleicher Stelle Nebenblattdornen.

An den Zweigenden bildet die Akazie Blüten aus. Diese stehen meist dicht gedrängt in Blütenständen und erhalten eine Färbung zwischen gelb und cremeweis, selten auch rot. Werden die Blüten bestäubt, bilden sich längliche Hülsenfrüchte aus. Diese beinhalten die fast kugelförmigen Samen, die zur Keimung teilweise Feuer benötigen und sehr lange lebensfähig sind.

Die Akazie gehört zur Gruppe der Harthölzer und stellt eine der robustesten Holzarten der Welt dar, die extrem widerstandsfähig ist. Die Wurzeln der Akazien bilden zudem Symbiosen mit Knöchelbakterien, die die Umwandlung von Luftstickstoff in einen pflanzenverfügbaren Stoff ermöglichen. Aufgrund der vielen verschiedenen Arten besitzt Akazienholz die unterschiedlichsten Färbungen und Ausprägungen sowie ein unregelmäßiges Holzmuster. Die Verwendung von Akazienholz als Baustoff ist deshalb insbesondere für die Herstellung von Möbelstücken beliebt.

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Die Robinie alias Scheinakazie

Die Robinie wird oft als Scheinakazie bezeichnet, da sie fast als deren Zwilling durchgehen könnte. Beide Arten besitzen allerdings keine nähere Verwandtschaft. Während die Robinie häufiger in Form eines Baumes anzutreffen ist, bildet die Akazie oftmals einen strauchartigen Wuchs aus. Die Blätter der Robinie sind unpaarig gefiedert und besitzen rotbraune Dornen, währen die Blätter der Akazie paarig gefiedert sind sowie grünliche Dornen besitzen. Auch wenn Akazie und Robinie sich durchaus ähnlich sehen, ist eine Unterscheidung basierend auf einigen wenigen Merkmalen möglich.

Eine Gemeinsamkeit beider Pflanzen besteht darin, dass alle Pflanzenteile mit Ausnahme der Blüten als giftig gelten. Insbesondere die Rinde beider Arten kann bei Verzehr starke Vergiftungssymptome hervorrufen und für Tiere sogar teilweise tödlich enden.

Unter Akazienholz wird häufig ebenfalls Robinienholz verstanden. Bei einem Kauf der Holzart sollte deshalb auf ihren wirklichen Ursprung geachtet werden. Generell stellt die Robinie ebenfalls ein Mimosen-Gewächs sowie ein Hartholz dar. Weitere Informationen zur Robinie und deren Abgrenzung gegenüber der Akazie finden sich beispielsweise hier.

Die besonderen Eigenschaften von Akazienholz

Das Holz der Akazie besitzt einen sehr hohen Härtegrad. Das extrem widerstandsfähige Material zählt zu den robustesten Holzarten der Welt. Eine große Auswahl an Unterarten der Mimosen-Gewächse führt zu den unterschiedlichsten Färbungen und Ausprägungen. Das unregelmäßige Holzmuster sorgt dabei für Unikate bei der Herstellung von Möbeln und gliedert sich leicht in ein harmonisches Raumbild ein. Die elegante Maserung verleiht Akazienholz einen hellen und edlen Farbton.

Während frisches Akazienholz eine grün-gelbliche Färbung besitzt, dunkelt es mit der Zeit nach und entwickelt einen goldbraunen Farbton. Die Maserung ist des Weiteren durch sich scharf abgrenzende Jahresringe sowie deutliche Streifenzeichnungen geprägt.

Akazienholz kann lackiert, gebürstet oder in Natur verwendet werden und ist in honiggelben bis goldbraunen Tönen erhältlich. Trotz des hohen Härtegrades ist Akazienholz sehr biegsam und lässt sich gut bearbeiten. Als eine der wenige Holzarten, die zur Resistenzklasse 1 zählen, bietet sich neben der Verwendung im Innenbereich ebenfalls eine Verwendung im Außenbereich an. Sogar ohne Imprägnierung zeigt sich Akazienholz als Baustoff hier robuster und unempfindlicher gegenüber anderen Holzarten.

Die richtige Pflege von Akazienholz

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Im Außenbereich besitzt Akazienholz als Baustoff eine starke Unempfindlichkeit gegen Witterung, Pilze und Schädlinge. Obwohl das Holz sehr robust und widerstandsfähig ist, kann eine regelmäßige Behandlung mit Lasuren, Hartholzölen oder Hartwachsen unterstützend wirken und die Schönheit des Akazienholzes erhalten.

Während die Akazie zwischen 50 und 200 Jahren alt werden kann, besitzt ihr Holz in unbehandeltem Zustand ebenfalls eine lange Lebenserwartung, die bei etwa 40 Jahren angesiedelt ist. Durch eine gut auf die Holzart abgestimmte Pflege lässt sich dessen Haltbarkeit durchaus wesentlich verlängern.

Im Innenbereich weist Akazienholz eine hohe Lebensfähigkeit sowie eine lange Lebensdauer auf. Mit der entsprechenden Pflege kann das edle Holz jedoch auch hier unterstützt werden. Akazienholz sollte nur mit einem feuchten Tuch abgewischt, nicht jedoch mit fließendem Wasser übergossen werden. Außerdem sollten Fertigungen aus Akazie nicht unmittelbar neben Heizung oder Ofen platziert werden. Diese Regel gilt, um die ständige und wiederkehrende Bildung von Kondenswasser zu vermeiden.

Zusätzlich zieht sich das Holz bei starken Temperaturschwankungen und einer starken Hitzebestrahlungen zusammen und dehnt sich bei kühleren Temperaturen wieder aus. So können mit der Zeit Risse und Unebenheiten entstehen, die sich durch eine gleichbleibende Raumtemperatur vermeiden lassen. Durch eine konstante Luftfeuchtigkeit lassen sich sogar kleine Risse verbessern und können sich häufig wieder zurückbilden. Schließlich sollten keine heißen und nassen Gegenstände auf dem Akazienholz abgestellt werden.

Verwendung von Akazienholz als Baustoff

Akazienholz besitzt als Baustoff vielseitige Einsatzmöglichkeiten. So bietet es sich zunächst als Konstruktionsholz sowohl für den Innen- wie auch für den Außenbereich an und dient als äußerst belastungsfähiges Material für Stütz- sowie Befestigungspfähle. Die Verlegung von Parkett aus Akazie verleiht jedem Raum einen edlen Fußboden, während Werkzeugteile, für die Akazienholz als Baustoff verwendet wurde, Jahre lang ihre Funktionalität behalten.

Zusätzlich lassen sich auch Türen- und Türrahmen, Fensterrahmen sowie Treppen aus der Holzart fertigen und bieten langjährige Freude mit den Fertigungen. Während Akazienholz früher insbesondere als Material für den Schiffbau sowie für Brücken Verwendung fand, dient es heute allem anderen voran zur Herstellung massiver Holzmöbel.

Im Outdoorbereich bietet das witterungsbeständige und langlebige Material die Verwendung für Garten-, Balkon- sowie Terrassenmöbel an. Diese sind auch unbehandelt nahezu immun gegen Pilze, Insekten und Schädlinge. Außerdem verleihen sie dem jeweiligen Anwendungsbereich eine klare Linie und finden sich als Naturmöbel sehr gut in eine naturnahe Umgebung ein.

Im Innenbereich sind den Verwendungsmöglichkeiten von Möbeln, die Akazienholz als Baustoff verwenden, ebenfalls kaum Grenzen gesetzt. Massive Holztische, Schränke und Kommoden verleihen Räumen die verschiedensten Strukturen. Aus Akazie gefertigte Fensterrahmen können den Blick auf eine schöne Aussicht leiten und kleinere Fertigungen der Holzart können edle Akzente setzten.

Zwar besitzt das Holz der Akazie eine gewisse Elastizität und Biegsamkeit, doch gehört es immer noch zu den härtesten Holzarten der Welt. Somit eignet sich Akazienholz zwar als Baustoff, doch ist die filigrane Bearbeitung sehr schwierig. Akazien-Möbel besitzen deshalb eine geradlinige Struktur und kommen ohne Schnörkel und anderweitig verspielte Nuancen aus. Die Struktur der Möbel reicht von vollständig glatt bis hin zu stark strukturiert und lässt auf diese Weise Raum für die eine persönliche Note sowie individuelle Gestaltungen.

Die wichtigsten Verwendungsmöglichkeiten von Akazienholz als Baustoff in Kürze:

  • Konstruktionsholz für den Innen- und Außenbereich
  • Türen, Türrahmen und Fensterrahmen
  • Parkett, Treppen, Stütz- und Befestigungspfähle
  • Akazien-Möbel und Gartenmöbel

Aufgrund der Seltenheit von Akazienbäumen sowie der notwendigen Alterung der Pflanze, bevor das Holz Verwendung finden kann, existieren die unterschiedlichsten Maserungen, Holzstrukturen und Färbungen. Häufig besitzen Akazien-Möbel einen ausgeprägten goldbraunen Farbton. Somit lassen sie sich sehr gut mit ähnlich beschaffenen Holzarten verbinden, die passende Farbtöne sowie Strukturen und Maserungen aufweisen.

Durch die Mischung mit dunkleren beziehungsweise helleren Holzarten lassen sich aber auch Kontraste erzeugen, die Räumen einen natürlichen Schwerpunkt verleihen können. Einrichtungsideen zu Akazien-Möbeln sowie weitere Informationen über Akazienholz als Baustoff finden sich auf der folgenden Seite.

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