Staubsaugertypen – Mit oder ohne Beutel?

Das Funktionsprinzip ist bei allen Staubsaugertypen gleich. Ein Motor treibt das Gebläse an, das einen Luftsog erzeugt, der Staub und kleine Partikel in einen Beutel oder in eine Box saugt, wo die Luft vom Schmutz befreit wird. Verschiedene Bauarten sind dabei zu unterscheiden. Bei einem Hand- oder Rüsselstaubsauger ist am unteren Ende des vertikalen Gerätes direkt das Saugrohr angebracht, an dem sich die Bürste befindet. Über einen Griff am oberen Ende erfolgt die Steuerung. Der Gerätekorpus kann aber auch auf Rollen gelagert sein. Angesaugt wird bei diesen sogenannten Bodenstaubsaugern über einen am Gerät angebrachten Schlauch, an dem sich auch die Bürste befindet. Die kleinen Brüder dieser Geräte sind die Hand- oder Stabstaubsauger. Das Gehäuse, in eine Verdünnung mit Öffnung endend, wird angesaugt, weder Bürste noch Schlauch sind vorhanden. Ein Griff ermöglicht die Führung.

Die Frage, ob ein Staubsauger mit oder ohne Beutel für Ihr Haus besser geeignet ist, lässt sich erst nach einer Abwägung der Vor- und Nachteile sagen.

Für jede Bauart sind weitere Düsen und Bürsten für spezielle Reinigungsanforderungen erhältlich. Bürsten mit einem eigenem Motor und Klopffunktion wurden speziell für Teppiche entwickelt.

Beutel oder Staubbox – die wichtigste Frage bei Staubsaugern

staubsauger ohne beutel

Ein moderner Staubsauger ohne Beutel

Beim Beutelstaubsauger wird der Staub in einen Beutel gesaugt, wobei der Beutel auch den Filter für die wieder austretende Luft darstellt. Die Funktion eines Filters besteht darin, dass Partikel aufgefangen werden. Für den Beutelstaubsauger bedeutet das jedoch, dass die Saugkraft sinkt, je voller der Staubbeutel wird. Viel Inhalt und die Verstopfung der luftdurchlässigen Poren verhindern einen effizienten Austritt der Luft. Inzwischen werden auch sogenannte Filterbeutel angeboten, die sogar feinste Partikel fangen. Da durch die Wände eines herkömmlichen Beutels auch Staub austritt, wird dahinter ein weiterer Grobfilter eingesetzt, der den Motor schützen soll. Manche Modelle weisen auch noch einen Abluftfilter auf, der in seiner Funktion als Mikrofilter, auch den Abrieb des Motors auffängt und die Abluft reinigt.

Beutellose Staubsauger sind entweder im Einfachzyklonsystem oder im Multizyklonsystem gebaut. Beim Einfachzyklonsystem wird der einströmende Luftsog in der Staubbox gewirbelt, sodass ein Zyklon entsteht. Die Schmutzpartikel werden durch die Fliehkraft nach außen geschleudert und in einem Auffangbehälter gesammelt. Sehr feine Staubpartikel werden jedoch nicht erfasst, sie werden durch den Zentralfilter aufgefangen. Ist er verlegt, verringert sich ebenfalls die Saugkraft. Eine regelmäßige Reinigung ist notwendig, um die Saugeffiezienz zu erhalten.

Sauger mit Multizyklontechnik arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Nur werden feine Partikel nicht durch den Zentralfilter gefiltert, sondern in einem weiteren Reinigungsschritt, in dem viele kleine Zyklone erzeugt werden, abgeschieden. Der Zentralfilter ist nicht mehr notwendig, somit entfällt beim Multizyklonsystem seine lästige Reinigung. Um eine besondere Reinheit der Abluft, etwa wie sie für Allergiker wichtig ist, zu erreichen, sind verschiedene Modelle noch mit einem Mikrofilter versehen.

Wichtig bei allen Staubsaugertypen ist die richtige Wahl der Bürste. So sollten Sie auf Parkett eine flache Bürste verwenden, um das Holz nicht zu zerkratzen, Teppiche benötigen eine Bürste mit langen Borsten, um den Schutz aus dem Teppich zu lösen.

Zentralstaubsauger für das Haus

Eine besondere Staubsaugervariante stellt der Zentralstaubsauger dar. Die Saugeinheit, also das Zentralgerät, ist dabei außerhalb der Wohnräume, etwa im Keller, untergebracht. Ein Rohrsystem verbindet das Gerät mit verschiedenen Stellen im Haus, wo die Rohre in einer Saugdose enden, an die wiederum ein Schlauch mit Bürste angeschlossen werden kann. Der angesaugte Luftstrom wird über einen Filter gereinigt und aus dem Gebäude geblasen. Der Auffangbehälter wird einige Male pro Jahr entleert. Diese Staubsauganlagen sind schon seit vielen Jahrzehnten bekannt, doch nur in einzelnen Regionen, wie den skandinavischen Ländern, konnten sie sich, trotz ihrer Langlebigkeit und günstigen Energiebilanz, durchsetzen. Für Allergiker sind sie die ideale Alternative zum herkömmlichen Staubsauger.

Allessauger und Laubsauger

Allessauger, oder auch Nasssauger genannt, können neben festen Partikeln auch Flüssigkeiten aufsaugen. In der Regel liegt die Behältergröße für den Privathaushalt zwischen 20 und 30 Liter. Wird der Nasssauger nur für trockenen Stoffe verwendet, kann auch ein Staubbeutel eingesetzt werden. Wie beim Zyklonsystem wird eine Abscheidung der festen Partikel aus dem Wasser die Fliehkraft genutzt.

Für den Garten werden Staubsauger zum Einsaugen von Laub eingesetzt. Das Gerät selbst wird dabei auf dem Rücken getragen, das Einsaugen der Blätter erfolgt über ein Rohr oder einen Schlauch. Angetrieben werden die Laubsauger zumeist durch Verbrennungsmotoren.