Rasenkantensteine verlegen – Anleitung und Preise von den Experten

Rasenkantensteine sorgen im Garten für Ordnung und Stabilität. Fachgerecht verlegte Kantsteine stützen Wege, Beete und Rasenflächen an den Seiten, verhindern Ausschwemmungen und Abrutschungen. Wichtig ist hierfür eine gute Verankerung im Boden, die auch einem steigenden Druck standhält. Um dies zu erreichen, ist professionelle Verlegearbeit gefragt. Wir liefern eine Anleitung und beantworten die Frage nach den Kosten.

Welche Sorten von Rasenkantensteinen gibt es – und was kosten sie?

Das Angebot an Rasenkantensteinen ist groß, vielfältige Formen und Farben lassen sich ganz individuell in die eigene Gartengestaltung integrieren. Einteilbar sind diese vielen Steinsorten vor allem bezüglich ihres Materials: Granit, Beton und Kunststoff stehen zur Auswahl. Daneben gibt es schmückende Beetumrandungen aus Holz oder Kunststoff, mit denen wir uns hier aber nicht befassen möchten.

rasenkantensteine

Was kosten Rasenkantensteine aus Granit?

Granitsteine gelten als extrem haltbar, sie sind ein kostbares Naturprodukt. Das Material sieht noch dazu gut aus, doch der Preis ist nicht für jeden Geldbeutel geeignet. Rasenkantensteine aus Granit kosten je nach Ausführung etwa 18 bis 30 Euro je laufenden Meter, zu den Preisfaktoren gehören die Steindicke und besondere Farbtöne.

Was kosten Rasenkantensteine aus Beton?

Betonsteine schneiden preislich besser ab, sie kosten etwa 4 bis 7 Euro je laufenden Meter. Achten Sie hier nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf die Qualität der einzelnen Steine, damit Ihr Projekt Sie auch nach vielen Jahren noch zufriedenstellt. Naturgraue Betonsteine sind besonders günstig, vor allem dann, wenn sie eine schlichte Form besitzen. Sonderformen und -farben kosten tendenziell mehr.

Was kosten Rasenkantensteine aus Kunststoff?

Rasenkantensteine sind optisch besonders variabel, manche ahmen eine Stein- oder Holzoptik nach. Palisadenrasenkanten, die aus zusammenhängenden Elementen von etwa 1 bis 3 m bestehen, erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Am unteren Ende besitzen sie verlängerte, zugespitzte Enden, die sich einfach in den Boden rammen lassen. Die Stützfunktion dieser Beetumrandungen ist begrenzt, auch die Haltbarkeit bei ständiger Bewitterung ist eher eingeschränkt. Die Kosten liegen zum Ausgleich relativ niedrig, sie beginnen bei etwa 5 Euro je laufenden Meter.

So verlegen Sie die Steine – unsere Anleitung

Die Fertigmodelle, die bereits mit zugespitzten Enden ausgestattet sind, können zumeist einfach in den Boden gerammt werden. Allerdings bietet diese Variante kaum sicheren Halt bei starkem Regen und mechanischen Belastungen, der sich bewegende Erdboden kann diese Art von Stützen einfach wegdrücken. Eine Einbettung in Beton sorgt schon für mehr Halt, doch eine bessere Wirkung zeigen tief in den Boden eingebettete Steine aus Granit oder Beton.

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Mit Fundament im Betonbett

Bei Einfahrten und viel genutzten Wegen ist die Verwendung von Flüssigbeton zum Einbetten der Kantsteine sehr zu empfehlen. Beeteinfassungen und Rasenflächen benötigen diese zusätzliche Absicherung nicht unbedingt, da hier weniger mechanische Belastung wirksam wird. Ein Fundament verhindert die Absenkung der schweren Rasenkantensteine, dies ist besonders wichtig auf weichen Böden, die wenig Halt geben.

  1. Spannen Sie eine Maurerschnur entlang Ihrer Verlegefläche.
  2. Stechen Sie die Rasenkante mit dem Spaten ab oder heben Sie die Fläche für Ihren Weg aus. Kalkulieren Sie hierfür eine ungefähre Breite zwischen 40 und 60 cm und eine Tiefe von ca. 70 cm ein. Die tatsächlichen Maße richten sich nach der Größe Ihrer Steine, plus einer Zugabe, um sie besser einbetten zu können.
  3. Legen Sie nun ein Fundament aus ca. 10 cm grobem Schotter und verdichten Sie diese Schicht mit einem Stampfer oder einer Rüttelplatte.
  4. Auf diese Schicht kippen Sie nun weitere 10 cm Feinschotter mit Brechsand, auch hier ist eine Verdichtung nötig. 
  5. Spannen Sie eine weitere Maurerschnur, die die Oberkante der zu verlegenden Rasenkantensteine anzeigt. Die übliche Höhe liegt bei etwa 3 bis 4 m über Bodenniveau.
  6. Mischen Sie nun Beton an und füllen Sie einen Teil davon in den Graben, sodass die Kantsteine von unten und auf der Rückseite gestützt werden.
  7. Legen Sie den ersten Rasenkantenstein in das Betonbett und klopfen Sie ihn sorgfältig mit dem Pflasterhammer ein. Wenn nötig, können Sie ihn noch einmal mit Beton keilförmig hinterfüllen: Bei diesem Arbeitsschritt ist die Verwendung einer Maurerkelle sehr nützlich.
  8. Verlegen Sie weitere Kantsteine nach demselben Prinzip, prüfen Sie regelmäßig mit der Wasserwaage den geraden Verlauf. Lassen Sie zwischen den einzelnen Steinen immer einen kleinen Spalt, sonst kann es später im Berührungsbereich zu Abplatzungen kommen.Lassen Sie den Beton mindestens über eine Nacht aushärten.
  9. Füllen Sie die Löcher um die Kantsteine herum am nächsten Tag mit Erde auf und verdichten Sie sie.
Unser Tipp: Um Rasenkantensteine ordentlich zu schneiden, empfehlen wir den Kauf einer Diamantscheibe für den Trennschleifer. Zeichnen Sie die Schnittkante mit dem Fettstift an und schützen Sie sich mit einem Staubfilter auf Mund und Nase. Auch eine Schutzbrille ist bei dieser Arbeit Pflicht. Wenn eine zweite Person den Staub mit einem dünnen Wasserrinnsal aus dem Gartenschlauch bindet, wird diese Arbeit sehr viel angenehmer.

Lockere Verlegung im Sandbett

Im Sandbett verlegte Kantsteine weisen nicht dieselbe Standfestigkeit auf wie einbetonierte Stützen. Bei schweren und lehmigen Böden kann diese Vorgehensweise allerdings durchaus genügen, vor allem dann, wenn die zu stützende Flächen eher wenig belastet wird. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie beim Verlegen im Betonbett, doch zuunterst kommt eine etwa 3 cm dicke Schicht aus feinem Kies, darüber dann der Sand in gleicher Schichtdicke. Sowohl Sand als auch Kies sollten nacheinander gründlich verdichtet werden. Fixieren Sie jeden einzelnen Stein mit dem Gummihammer und vergessen Sie nicht, einen kleinen Fugenabstand einzuhalten.

Der große Vorteil der Befestigung im Sand liegt darin, dass eine Umgestaltung des Gartens ohne größeren Aufwand nötig ist. In Beton gegossene Kantsteine liegen hingegen so fest verankert, dass man sie nur mit viel Mühe wieder herausbekommt. Die sogenannte Mischverlegung bietet einen guten Kompromiss zwischen beiden Verlegungsarten, hier dient eine dünne Betonschicht als Stabilisierungsmittel.

Unser Tipp: Zur Befestigung von Hanggrundstücken empfiehlt sich eine kaskadenartige Verlegung der Rasenkantensteine. Hier gilt: Je größer die zu sichernde Fläche, desto stärker sollte das Betonfundament sein.

Alternativen zum klassischen Kantstein

Flache Steinplatten bieten eine weniger arbeitsaufwändige Alternative zum Rasenkantenstein. Sie bilden eine gerade Mähkante zum Beet oder Gartenweg, ihre Verlegung erfordert kaum Erdarbeiten. Wer es richtig natürlich mag, nutzt zur Abgrenzung seines Rasens einfach schöne Gräser und Stauden, deren Wurzelwerk zugleich der Befestigung dient.

 

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