Rasengitterplatten aus Kunststoff – Kosten und Vorteile

Rasengitterplatten sind eine sehr praktikable Lösung, um im Garten oder in der Einfahrt Wege zu stabilisieren und dennoch auf durchgängige Beton- oder Asphaltflächen zu verzichten. Bei ihrer Verwendung wird, häufig unbewusst, ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Das Stichwort ist Flächenversiegelung. Beton, Asphalt und andere feste Materialien ohne Drainagewirkung verhindern, dass das Regenwasser und tauender Schnee in den Boden eindringen können. Sie gehen damit dem Grundwasserhaushalt verloren und gelangen in die Kanalisation. Rasengitterplatten bedeuten offenporige Verlegung, bei der die Versickerung sichergestellt ist.

Wo können Rasengitterplatten eingesetzt werden?

rasenplatten-kunststoffAls Rasensteine bekannt sind diese Formelemente in der Ausführung aus Beton. Ihr Normalmaß beträgt 40 x 60 cm und jeder dieser Steine enthält 8 Waben, die später ausgefüllt werden. Ihre Materialstruktur lässt bei guter Untergrundvorbereitung eine Belastung auf Zufahrten zur Garage beispielsweise zu. Sie können aber auch mit geringerer Bodenvorbereitung auf Gartenwegen verlegt und begrünt werden. Dann neigen sie jedoch zum allmählichen Einsinken und der Grasbewuchs überwuchert nach spätestens fünf Jahren die Steine.

Rasengitterplatten bestehen aus Kunststoffplatten in unterschiedlichen Größen. Sie sind in viele kleine Waben geformt, die ebenfalls begrünt werden können. Ihre Belastbarkeit ist jedoch eingeschränkt und für Fahrwege sind sie dauerhaft nicht geeignet. Sie finden vielmehr auf befestigten Rasenflächen und Gartenwegen ihre Verwendung.

Wie wird ein Rasengitter im Garten standsicher verlegt?

Auf Fahrwegen ist eine gründliche Unterkofferung notwendig. Dazu wird der Boden 50 Zentimeter tief ausgehoben und mit 35 Zentimetern Grobkies befestigt. Diese Lage wird mit einer Rüttelplatte gründlich verdichtet. Dann folgen ein Unkrautvlies und eine 5 Zentimeter starke Lage Kies feinerer Körnung, die ebenfalls verdichtet wird. Darauf werden die Beton-Rasengittersteine im Splittbett verlegt.
Bei Gartenwegen und befestigtem Rasen reicht ein gleicher Aufbau von 25 Zentimetern. Eine Unterkofferung mit Kies ist jedoch immer erforderlich, denn vor allem die Rasengitterplatten aus Kunststoff drücken sich innerhalb kurzer Zeit in den Erdboden ein.

Wie viel kostet eine Rasengitterplatte aus Kunststoff?

Rasengitterplatten aus Kunststoff führen die Baumärkte und der Baustofffachhandel. Um beispielsweise eine Garageneinfahrt von 20 Quadratmetern herzustellen, benötigt man 100 Platten um circa 400-500 Euro.

Die Preise können regional stark unterschiedlich sein. Rasengitterplatten aus Kunststoff oder Kunststoffrecycling werden in verschiedenen Stärken und Strukturen hergestellt. Die Preise differieren pro Quadratmeter zwischen drei und fünfzehn Euro.

Wie werden die Rasengitter begrünt?

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, die Waben der Rasengitterplatten mit Mutterboden auszufüllen. Es gibt spezielle Rasensaaten für diese Platten. Der Nachteil dieser Bauweise besteht jedoch darin, dass der Nährstoffgehalt des Bodens viel zu hoch ist und das Gras überwuchert allmählich die Steine. Besser sind spezielle Mischungen wie Schotterrasen, die nicht so wuchsfreudig sind. Eine Variante für pflegeleichte Flächen besteht darin, dass die Waben der Rasengitterplatten mit Splitt ausgefüllt werden.

Zusammenfassung

  • Rasengittersteine aus Beton für Fahrwege und Gartenwege
  • Dazu 50 cm tiefes Unterbett
  • Rasengitterplatten aus Kunststoff für Gartenwege und befestigten Rasen
  • Dazu 25 cm tiefes Unterbett oder eingeschränkt Erdverlegung
  • Schotterrasen als ideale Bepflanzung

Dann verfügen Sie über Einfahrten und Wege, die für eine gesunde Umwelt wichtig sind.