Photovoltaikförderung in Deutschland

Strom aus Sonnenenergie wird in Deutschland seit Jahren gefördert. Seit dem Inkrafttreten des 100.000-Dächer-Programms im Jahr 1999 wird die Installation von Solarstrom-Anlagen in der Bundesrepublik gefördert. Um den Ausbau der Solarenergie zu forcieren, verabschiedete die Bundesregierung im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Laufe der Jahre mehrmals angepasst wurde, zuletzt im Sommer des Jahres 2012.

Im EEG wird Besitzern von Solarstromanlagen eine Vergütung für den mit Photovoltaikanlagen erzeugten und ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Strom über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Die Tatsache, dass die Netzbetreiber durch das Gesetz dazu verpflichtet sind, alle Solaranlagen ans Netz anzuschließen und den Anlagebetreibern den gelieferten Strom zu vergüten, ist der Kauf einer Photovoltaik-Anlage für jedermann erschwinglich.

Photovoltaikförderung wird über eine Stromumlage finanziert

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Photovoltaikanlagen werden vom Deutschen Staat gefördert

Die Vergütung, welche die Besitzer von Solarstromanlagen erhalten, werden von den Endverbrauchern aufgebracht, auf deren Stromrechnungen die Kosten umgelegt werden. Dies führte in der Vergangenheit aufgrund steigender Stromkosten zu lauter Kritik am EEG. Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von rund 3.500 Kilowattstunden jährlich förderte den Ausbau Erneuerbarer Energien im Jahr 2011 mit etwa 125 bis 155 Euro. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. prognostiziert jedoch für die Zukunft eine abnehmende Kostenwirkung des weiteren Ausbaus der Solarenergie, da sich die Erzeugungskosten der Solarenergie in den letzten Jahren mehr als halbiert haben.

Das EEG wurde novelliert

Im Juni 2012 einigte man sich im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf eine Novellierung des EEG. So wurde ein Gesamtausbauziel für die EEG-geförderte Photovoltaik in Höhe von 52 GW formuliert (die bisherige Gesamtleistung in Deutschland beträgt 28 GW).Wenn dieses Ziel erreicht ist, erhalten neue Anlagen keine Vergütung mehr. Man einigte sich auf eine Absenkung der Vergütungssätze im Rahmen eines marktabhängigen („atmenden“) Degressions-Mechanismus.

Die jährliche Gesamtdegression (Abnahme der Förderung) beträgt maximal 29 %. Für Anlagen zwischen zehn und 40 kW beträgt die Vergütung aktuell in Abhängigkeit vom Datum der Inbetriebnahme zwischen 15,10 und 16,98 Cent/kWh, wobei für Anlagen, die nach dem 01.04.2012 in Betrieb genommen wurden, ab dem 01.04.2014 maximal 90 % des erzeugten Stroms vergütet werden. Bei Anlagen bis zu 1.000 kW beträgt die Vergütung zwischen 13,47 und 15,15 Cent/kWh. Mit Vorbild des 100.000-Dächer-Programms strebt man die Einführung der Förderung für PV-Batteriesysteme über ein KfW-Programm mit zinsverbilligten Krediten an, für die insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen.

Fakten zum Thema Photovoltaik in Deutschland: Ein Leitfaden des Fraunhofer Instituts – Download (PDF)