Lattenrost einstellen: So liegen sie bequem und rückenschonend!

Etwa 7 bis 8 Stunden verbringen Erwachsene jede Nacht im Bett, Grund genug, sich um eine möglichst bequeme Liegeposition zu kümmern. Spätestens dann, wenn Sie regelmäßigen mit Rücken- oder Muskelschmerzen aufwachen, wird es Zeit, zu handeln! Manchmal hilft in diesem Fall ein Austausch der ausgeleierten Matratze weiter, denn über die Jahre bilden sich in jedem noch so hochpreisigen Schlafuntergrund Beulen und Dellen. Doch häufig ist passend dazu ein perfekt eingestellter Lattenrost gefragt, der die Wirbelsäule optimal unterstützt.

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Einfach und schnell einstellen.

Warum sollte ich meinen Lattenrost einstellen?

Die meisten Menschen schenken in jungen Jahren dem Lattenrost kaum bis gar keine Beachtung – meistens besitzen sie nicht einmal ein verstellbares Produkt. Doch mit den Jahren stellen sich allmählich die ersten Probleme ein, die Bequemlichkeit leidet, und mit ihr die Wirbelsäule. Ein 5- oder gar 7-Zonen-Lattenrost bietet die Lösung, aber nur dann, wenn die feste Unterlage unter der Matratze an den darauf liegenden Körper angepasst ist.

Das Becken als schwerer Körperteil sinkt in der Regel besonders tief ein, so krümmt sich der Rücken im Schlaf, ganz egal ob in Seiten- Rücken- oder Bauchlage. Insgesamt benötigen schwere Körperteile mehr Unterstützung als leichte, in der Beckenzone sollte ein Bett also härter sein als unter den Beinen. Schwergewichtige Personen benötigen einen insgesamt weicheren Rost, doch auch hier sind individuellen Differenzierungen geboten. Rückenschläfer stellen ihre Unterlage außerdem etwas anders ein als Seitenschläfer, aber immer so, dass die Wirbelsäule möglichst gerade zu liegen kommt.

Einen 5-Zonen-Lattenrost richtig einstellen: So geht es!

Der 5-Zonen-Lattenrost erfreut sich aktuell besonders großer Beliebtheit, es unterscheidet zwischen den 5 wichtigsten Körperzonen und bietet damit einen wirbelsäulenfreundlichen Schlafplatz. Folgende Bereiche sind verstellbar:

  • Kopfzone
  • Schulterbereich
  • Lendenbereich
  • Beckenzone
  • Beine

Die einzelnen Härtezonen stellen Sie mit dem am Lattenrost befindlichen Schiebern ein, die Sie entweder auf oder zwischen den einzelnen Leisten hin- und herschieben können. Die Schieber besitzen häufig eine rechteckige farbige Oberfläche und sind kaum zu übersehen. Diejenigen Leisten, die einen Schieber besitzen, sind doppellagig gearbeitet; die Lagen lassen sich entweder nah aneinanderdrücken oder auseinanderziehen.

Um eine harte Zone zu erzeugen, bewegen Sie den Schieber, der direkt auf einer solchen Doppelleiste liegt, ganz nach außen: Die übereinanderliegenden Leistenlagen werden zusammengepresst und bilden somit einen harten Untergrund. Befindet sich der Schieber allerdings zwischen zwei Leisten, funktioniert das Prinzip genau andersherum: Die Randeinstellung erzeugt einen weichen Untergrund, zur Mitte hin erlangen die Leisten immer mehr Spiel und bilden somit eine weichere Fläche.

Mit dieser Anleitung perfekt einstellen!

  1. Schritt: Um die Einstellungen vorzunehmen, muss der Lattenrost ohne Matratze frei zugänglich im Bettrahmen liegen. Bringen Sie einen neuen Rost in diese Position bzw. befreien Sie Ihren alten Rost von sämtlichen Auflagen.
  1. Schritt: Überlegen Sie, welche Zonen Ihres Körpers besondere Unterstützung benötigen – und welche nicht. Seitenschläfer brauchen beispielsweise eine weiche Unterlage für ihre Schultern, damit diese relativ tief einsinken können. Ein Bauchschläfer wiederum benötigt einen eher harten Schulterbereich.
  1. Schritt: Im Regelfall weisen die auf den Latten angebrachten Schieber bei rückenschläfergerechter Einstellung eine mehr oder weniger regelmäßige V-Form auf, die Spitze befindet sich etwa in Beckenhöhe und weist auf die Füße. Befinden sich die Schieber zwischen den Latten, zeigt das V in die andere Richtung. Wichtig ist es, gründlich an den individuellen Feinheiten zu feilen: Bauschläfer benötigen von Kopf bis Fuß eine eher harte Lattenrosteinstellung, bei Seitenschläfern lagern vorzugsweise Becken und Schultern weich. Einfach ausprobieren!
  1. Schritt: Legen Sie die Matratze auf den Lattenrost, um die Bequemlichkeit der ausgewählten Einstellung zu prüfen. Begeben Sie sich in Ihre gewohnte Schlafposition und bitten Sie einen Mithelfer, eine flache Hand unter Ihre Lendenwirbelsäule zu schieben: Ist dies nur schwer möglich, liegen Sie wahrscheinlich richtig! Falls die Hand ganz leicht unter den Körper gleitet, sollten Sie die Beckeneinstellung besser weicher wählen.
  1. Schritt: Schlafen Sie eine Nacht lang auf dem eingestellten Lattenrost und justieren Sie wenn nötig nach. Dieses Spiel kann noch einige Nächte weitergehen, bis Sie die ideale Lattenrosteinstellung gefunden haben.

Keine Einstellmöglichkeit gefunden? Schieber nachrüsten!

Falls Ihr Lattenrost über keine Einstellmöglichkeit verfügt, lassen sich entsprechende Schieber ja nach Marke und Modell wahrscheinlich nachrüsten. Die Härteversteller gibt es im Internet für wenige Euros zu kaufen, doch prüfen Sie genau, ob diese wirklich zu Ihrem vorhandenen Rost passen.

Besonders komfortabel: 7-Zonen-Lattenroste und Höhenverstellung

Der 7-Zonen-Lattenrost unterteilt die Liegeflächen, wie der Name schon sagt, in 7 statt 5 Zonen. Dies ermöglicht eine noch bessere Differenzierung der Körbereiche, sodass sich ein erhöhter Komfort ergibt. Zone 6 und 7 befinden sich im Oberschenkel- und Fußbereich mit Ferseneinsinkzone. Auf diese Weise verfügen also auch die Beine über eine angenehme Lagerung nach individuellem Maß.

Nicht jeder Lattenrost mit einstellbaren Zonen verfügt auch über einen verstellbaren Kopf- und Fußteil, doch wer im Bett gern sitzt, um zu lesen oder TV zu schauen, liegt mit diesem Produktmerkmal nicht verkehrt. Stellen Sie Ihr Rost jedoch zum Schlafen stets in eine komplett flache Position, sonst liegt die Wirbelsäule zu stark gekrümmt. Eine Ausnahme besteht für die passionierten Rückenschläfer, die auch in halbaufrechter Position schlafen können, beispielsweise bei Magensäureproblemen oder starkem Husten. Das bewegliche Fußelement entlastet die Beine und damit auch die Venen, beispielsweise nach stundenlangem Stehen oder bei Wasseransammlungen im Gewebe.

Für noch mehr Luxus: der elektrisch verstellbare Lattenrost

Sie möchten Fuß- und Kopfteil per Knopfdruck einstellen? Dann müssen Sie etwas mehr Geld anlegen, um einen elektrisch verstellbaren Lattenrost zu kaufen. Leider müssen die Schieber zur Härtegradeinstellung noch immer per Hand betätigt werden, doch diese Arbeit fällt schließlich höchstens alle paar Jahre an. Die Höheneinstellung funktioniert entweder kabelgefunden oder per Funk, je nach Vorliebe. Besitzen Sie ein Bett mit Bettkasten, dann erkundigen Sie sich besser beim Hersteller, ob sich das entsprechende Produkt für Ihre Zwecke eignet.

Von einem elektrisch höhenverstellbaren Lattenrost müssen Sie nicht mehr aufstehen, um Ihre Kopf- und Fußposition zu verändern. Sie können einfach ganz entspannt liegenbleiben und die Justierung mit dem Knopf in der Hand vornehmen. Ein solcher Lattenrost eignet sich nicht nur für pflegebedürftige Personen, sondern bietet in jedem Schlafzimmer einen Hauch von Luxus.