Klickparkett – Preise und Verlegen – Unsere Tipps

Ein hochwertiger Parkettboden ist der Traum für viele Wohnungsinhaber und Hausbesitzer, denn damit hält auf stilvolle Weise eine besondere Wohnlichkeit Einzug. Sehr empfehlenswert ist die Anschaffung eines Klickparketts, denn durch das praktische Nut- und Federsystem geht das Verlegen relativ leicht von der Hand. Der Preisunterschied zu Parkettsorten ohne entsprechendes Profil ist dank der maschinellen Fertigung kaum noch vorhanden, insofern es sich nicht um sehr kleinteilige Verlegemuster handelt.

parkett klick

Einfach zu verlegen und kostengünstig.

Welche Faktoren bestimmen den Preis für Klickparkett?

Ein Klickparkett besteht normalerweise aus zwei oder drei Schichten, zuunterst liegt immer eine Trägerschicht mit angefrästem Nut- und Federsystem. Bei dreischichtigem Parkett folgt eine Zwischenschicht, die als Gegenzug wirkt. So wird das Material insgesamt formstabiler und begünstigt eine schwimmende Verlegung. Ganz oben liegt die Nutzschicht, die unterschiedlich stark ausfallen kann. Der Verkaufspreis richtet sich unter anderem nach folgenden Kriterien:

  • Schichtenzahl: Formstabiles 3-Schicht-Parkett ist zumeist teurer als Produkte mit nur 2 Schichten.
  • Material der Mittellage: Bei hochwertigem Parkett wird als Mittellage Vollholz verwendet, günstigere Sorten enthalten beispielsweise HDF-Platten. Insgesamt gilt: Je einheitlicher die Lagen beschaffen sind, desto verzugsfreier bleibt das Parkett.
  • Gesamtdicke: Viel Material bedeutet mehr Stabilität, aber auch einen höheren Preis.
  • Nutzschicht: Parkette mit mindestens 3 mm Nutzschicht können Sie etwa zweimal abschleifen, bei 5 mm funktioniert das sogar dreimal, manchmal auch viermal.
  • Holzart: Natürlich spielt auch die Holzart eine große Rolle bei der Preisfindung. Schnell wachsende Nadelhölzer sind stets günstiger als stabiles Hartholz. Exotische Hölzer wie zum Beispiel Olive besitzen einen besonders hohen Preis.
  • Qualitätssortierung: Die rustikale Sortierung ist meist am preisgünstigsten, sie enthält zahlreiche, auch größere Aststellen. Die Premiumsortierung weist in der Regel gar keine Äste auf, dazwischen gibt es noch eine mittlere Qualität. Auch Verfärbungen, Flecken und Markstreifen mindern die Qualität.
  • Schadstofffreiheit: Nicht immer ist teures Parkett schadstofffrei, doch häufig wird bei den hochwertigen Produkten besser auf gesundheitliche Aspekte geachtet. Halten Sie Ausschau nach entsprechenden Umweltsiegeln und prüfen Sie, ob Ihr Parkett formaldehydfrei ist.
  • Vorbearbeitung und Oberflächenbehandlung: Informieren Sie sich auch darüber, welche Vorarbeiten und Oberflächenbehandlungen an ihrem Wunsch-Parkett erfolgt sind. Geölte Oberflächen sind tendenziell zu einem günstigeren Preis zu haben als lackierte Produkte. Lackierte Flächen sind in der Regel widerstandsfähiger, dafür wartet geöltes Holz mit einer angenehm natürlichen Optik auf.

Diese Kosten sind beim Kauf zu erwarten

Ein einfaches Klickparkett aus heimischen Hölzern in rustikaler oder natürlicher Qualität wirft reine Materialkosten von etwa 15 bis 20 Euro je Quadratmeter auf. In der Preiskategorie bis 40 Euro finden sich hochwertige Holzarten wie kanadischer Ahorn oder Roteiche in dreilagiger Qualität. Wählen Sie besonders edle Holzarten wie Nussbaum, Kirsche oder tropische Hölzer, zahlen Sie durchaus 60 Euro und mehr pro Quadratmeter. Einige Klickparkettsorten, wie zum Beispiel das sehr harte Olivenholzparkett in individuell zu verlegenden Einzelstäben, kosten durchaus mehr als 100 Euro pro Quadratmeter.

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Sparen sie Kosten und vermeiden sie zu viel Verschnitt.

Unser Tipp: Prüfen Sie die Dielen gleich nach der Lieferung auf Schäden, denn das Material ist relativ stoßempfindlich. Vor allem das Nut- und Federsystem könnte bei grober Behandlung beschädigt worden sein: Tauschen Sie die schadhaften Teile zügig um, damit Sie Ihr neues Parkett bald schon verlegen können.

Klickparkett selbst verlegen: So funktioniert es!

Werkzeugliste:

  • Bleistift
  • Zollstock
  • Cuttermesser
  • Anschlagwinkel
  • Bohrmaschine inkl. Lochsäge
  • Sägen: Feinsäge / Fuchsschwanz, Gehrungssäge, Stichsäge
  • Hammer und Schlagholz
  • Schraubendreher
  • Richtlatte / Richtschnur
  • Bodenschleifer
  • Holzkeile
  • Zugeisen

Materialliste:

  • PE-Folie als Dampfbremse
  • Trittschalldämmung
  • Dielen
  • Fließspachtel
  • Holzleim
  • evtl. Heizungsrohr-Rosetten
  • Sockelleisten
  • Nägel oder Klammern für Sockelleisten
Unser Tipp: Wenn unter dem neuen Parkettboden eine Fußbodenheizung liegt oder der Raum gewerblich genutzt wird, ist eine Verleimung der Parkettdielen anzuraten. Geben Sie zu diesem Zweck immer etwas Holzleim in die jeweilige Nut, bevor Sie das Parkett zusammenfügen.

Unsere Schritt für Schritt Anleitung

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Messen sie genau – kleine Abweichungen werden durch die Sockelleisten ausgeglichen.

  1. Wie bei jeder Bodenverlegung benötigen Sie natürlich einen ebenen, sauberen und trockenen Untergrund. Reinigen Sie also den Fußboden und prüfen Sie mit Hilfe einer Richtlatte, wie eben er ist. Um Unebenheiten zu korrigieren, greifen Sie zum Bodenschleifer und füllen Sie Löcher mit Fließspachtel aus. Lassen Sie zum Schluss alles gut trocknen.
  2. Verlegen Sie dann die PE-Folie als Dampfbremse, damit sich unter dem Parkettboden keine Feuchtigkeit sammelt. Lassen Sie die Ränder überlappen und die Folie an den Seiten hochstehen.
  3. Nun folgt, wenn gewünscht, die Trittschalldämmung. Verlegen Sie die Rollenware ebenfalls lose auf der PE-Folie, sodass sie die gesamte Fläche ausfüllt. Schneiden Sie sie an den Rändern passend zu. Es gibt inzwischen auch Kombi-Folien, die Dampfbremse und Trittschalldämmung in einem darstellen.
  4. Beginnen Sie mit dem Verlegen des Parketts längs zur größten Lichtquelle (Fenster) ab einer Ecke des Raumes. Richten Sie die Längsnut zur Wand aus und setzen Sie Holzkeile, um eine Dehnungsfuge von etwa 1 bis 2 cm geöffnet zu halten.
  5. Fügen Sie die zweite Reihe fugendicht an die Erste an, achten Sie dabei auf einen Versatz von mindestens 30 cm. Verwenden Sie Schlagholz und Hammer, um Nut und Feder fest zu vereinen. Gehen Sie dabei aber vorsichtig vor.
  6. Für aus dem Boden ragende Heizungsrohre schneiden Sie mit der Lochsäge eine passende Aussparung inklusive Dehnungsfuge in das jeweilige Parkettelement, dann öffnen Sie die Aussparung V-förmig zur Seite. Wenn die Diele liegt, fügen Sie das Reststück wieder an und setzen Sie eine Rosette als Abdeckung auf.
  7. Die Breite der letzten Dielenreihe messen Sie am besten mit einem Anschlagswinkel aus, zur Not reicht allerdings auch der Zollstock. Dann schneiden Sie die Parkettreihe im Längsschnitt zu, sodass sie mit einem Dehnungsfugenabstand von 1 bis 2 cm in die Aussparung passt. Zum Einpassen verwenden Sie das Zugeisen.
  8. Wenn der gesamte Boden verlegt ist, fehlen nur noch die Sockelleisten. Messen Sie diese aus und nageln, schrauben oder klammern Sie sie an die Wand. In den Ecken und um die Kanten herum passen die Leisten am besten, wenn sie mit einer Gehrungssäge passend winklig geschnitten wurden. Wer sich das nicht zutraut, verwendet vorgefertigte Innen- und Außenecken als Abdeckkappen.
Unser Tipp: Berechnen Sie vor dem Verlegen der ersten Parkettreihe, wie breit die letzte Reihe sein wird. Fällt diese allzu schmal aus, sollten Sie bereits die erste Reihe längs kürzen.

Hölzerne Türzargen sind bei Verlegung von Fertigparkett sehr vorteilhaft: Sie lassen sich nach unten hin kürzen, sodass der Handwerker das jeweilige Parkettstück darunter schieben kann. Bei Metallzargen ist Feinarbeit am Bodenelement gefragt: Sägen Sie das Parkett ganz vorsichtig entsprechend zu, damit es passt.