Fliesen in Holzoptik – ein besonderer Trend

Ein großer Vorteil von Fliesen liegt darin, dass sich jede Art von Dekor damit verwirklichen lässt. Ganz aktuell erreicht uns ein besonderer Designtrend für Freunde schöner Holzmaserungen: Fliesen in Holzoptik sehen beinahe aus wie echtes Holz, bringen aber alle Vorzüge keramischer Oberflächen mit. Sie sind pflegeleicht und dienen als perfekte Wärmeleiter für die Fußbodenheizung. Der wohnliche Charakter des Holzdekors schafft zudem eine behagliche Atmosphäre. 

Diese Eigenschaften zeichnen die Holzdekorfliesen aus

Sie sehen aus wie Holz, besitzen aber ganz andere Eigenschaften: Hochwertige Fliesen in Holzoptik zeichnen sich durch eine große Widerstandsfähigkeit aus, sie lassen sich nicht so leicht zerkratzen und können auch gern mal richtig nass gewischt werden. Die Oberflächenmaserung besitzt häufig eine leicht plastische Struktur, das kommt der natürlichen Optik zugute und fühlt sich auch »holzartiger« an. Einige Fliesenarten kann man auch im Außenbereich verlegen, so entsteht zum Beispiel ein pflegeleichter Terrassenboden, der jeder Witterung standhält und trotzdem wie Holz aussieht.

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Fliesen lassen sich besonders gut mit einer Fußbodenheizung verbinden, da sie hervorragende wärmeleitende Eigenschaften besitzen. Holz hingegen wirkt eher dämmend, darum bieten Fliesen in Holzoptik für Barfuß- und Sockenläufer eine ideale Alternative. Außerdem entstehen bei Fliesen garantiert keine aufquellenden Fugen, ob durch Wassereinwirkung oder bei Temperaturschwankungen. Auch die Lebensdauer gilt bei hochwertigen Produkten als besonders hoch. Wer die Kombination aus warmer Optik und kühler Oberfläche mag, wird sicher auf seine Kosten kommen.

Fliesen in Holzoptik: Gestaltungsideen für Ihr Zuhause

Fliesen in Holzoptik bieten viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, wir haben uns für Sie umgesehen!

  • Modulformate nutzen: Holzfliesen in Modulformaten erlauben eine Vielfalt von Kombinationsmöglichkeiten, denn mit solchen Systemen lassen sich Produkte unterschiedlicher Größe und Form übergangslos aneinanderfügen. So können Sie zum Beispiel ganz elegant unterschiedliche Raumeinheiten optisch voneinander trennen und bewahren trotzdem einen einheitlichen Stil.
  • Dielenboden für den Flur: Ihr Eingangsbereich soll warm und behaglich wirken, doch Holzbeläge sind Ihnen einfach zu empfindlich? Verlegen Sie hier Fliesen in Holzoptik mit widerstandsfähiger Oberfläche, denen festes Schuhwerk, Nässe und Straßenschmutz nichts ausmachen.
  • Großformatige Fliesen: Fliesen in Holzoptik gibt es auch in großen Formaten mit mehr als einem Meter Kantenlänge. So werden auch große Räume schnell fertig, außerdem vergrößern großflächige Muster optisch den Raum. In kleinen Zimmern sind in Kombination dazu helle Wände und eine weiße Decke zu empfehlen. >> Unser Tipp: Fliesen Sie einen langen, schlauchartigen Raum am besten quer, um ihn optisch zu verbreitern und zu verkürzen. Kleine Fliesenformate eignen sich eher für große Räume, Mosaike entfalten eine eigene rutschhemmende Wirkung.
  • Holzfliesen für die Wand: Fliesen in schicker Holz-Optik eignen sich natürlich auch für die Wand, sie ersetzen dort die traditionellen Holzpaneele. Damit werten Sie sogar Feuchträume visuell auf, wo mit Echtholz verkleidete Wände nur Schwierigkeiten bereiten würden. Dem eleganten Bad im warmen Holzambiente steht mit dieser Fliesenart also nichts mehr im Weg.
  • Recyling-Produkte: Natürlich gibt es Fliesen in dieser Dekorart auch als Recyclingware. Diesen Produkten sieht man ihr Vorleben allerdings nicht an, sie wirken wie neu und dienen doch dem Umweltschutz.
  • Fliesen im Fischgrätmuster: Das beliebte Fischgrätmuster ist aus dem Parkettbereich wohlbekannt, dieses Motiv gibt es inzwischen auch in Fliesenform. Gerade weil diese dekorative Verlegeform so sehr mit dem Material Holz verknüpft ist, wirken diese Fliesen in Holzoptik besonders naturgetreu.
  • Graue Fliesen in Holzoptik: Grautöne liegen im Wohnbereich im Trend, auch Holzlook-Fliesen decken diesen Bereich stilvoll ab. Markante Holzmaserungen in verschiedenen Grautönen wirken besonders modern und eröffnen vielfältige Kombinationsmöglichkeiten.

Beim Fliesenkauf auf Widerstandsfähigkeit achten

Wer Fliesen für den privaten Wohnbereich kauft, setzt auf robuste Oberflächen, die sich nicht so leicht abnutzen. Kratzende Stuhlbeine, festes Schuhwerk und Straßenschmutz sollen dem Boden in einschlägigen Bereichen nichts anhaben können, darum ist es wichtig, beim Einkauf auf die Abriebklasse und Ritzhärte der Fliesen zu achten. Nur wirklich hochwertige Fliesen in Holzoptik erfüllen tatsächlich den Anspruch, widerstandsfähiger als echtes Holz zu sein.

Ein Blick auf die Abriebklassen von Fliesen

Die Abriebklasse einer Fliese sagt viel über ihre Widerstandsfähigkeit aus. In Österreich und Deutschland werden Fliesenoberflächen den Klassen I bis V zugeordnet, wobei Abriebklasse V die höchste Strapazierfähigkeit aufweist. Solche Böden werden vor allem im gewerblichen Bereich genutzt, wo täglich großer Publikumsverkehr herrscht und schmutzige Straßenschuhe an der Tagesordnung sind. In privaten Räumen ist diese Abriebklasse normalerweise nicht nötig, schadet aber sicher auch nicht.

Auch Fliesen der Abriebklasse IV sind mit Straßenschuhwerk begehbar und halten kratzenden Verschmutzungen stand, sind also wunderbar für den Eingangsbereich oder das Wohnzimmer geeignet. Fiesen in Holzoptik, die der Abriebklasse III zugeordnet werden, sollten etwas pfleglicher behandelt werden, sind aber auch noch im gesamten Wohnbereich einsetzbar. Die Abriebklasse II ist hingegen nur noch für wenig genutzte Nebenräume zu empfehlen, denn hier richten kratzende Verschmutzungen recht schnell Schäden an. Die Abriebklasse I hält nur weichen Sohlen stand und ist deshalb fast schon aus dem Angebot der Fachmärkte verschwunden.

Auch die Ritzhärte nach MOHS beachten

Die Ritzhärte nach MOHS, eingeteilt in einer Skala von 1 bis 10, gibt explizit Auskunft über die Widerstandsfähigkeit einer glasierten Fliesenoberfläche gegen Verkratzungen aller Art. Für den Wohnbereich geeignet sind hauptsächlich diejenigen Holz-Look-Fliesen mit einer Ritzhärte von MOHS 6 bis 9, wobei 8 und 9 auch für gewerbliche Räume in Betracht kommen. Da das Badezimmer selten mit verschmutzten Straßenschuhen betreten wird, genügen hier durchaus Fliesen der Ritzhärte MOHS 3 bis 5, wobei Stufe 5 einer bereits stärkeren badezimmerüblichen Beanspruchung entspricht und Stufe 3 eher für wenig genutzte Bäder in Frage kommt.

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Ein schönes Beispiel für ein Badezimmer mit Fliesen in Holzoptik

Unser Tipp: Eine Fliese kann für den vorgesehenen Wohnbereich nie zu widerstandsfähig sein, nur zu wenig. Darum ist stets eine möglichst hohe Abriebklasse und Ritzhärte anzustreben, so bleiben die Fliesen auch heil, wenn mal ein harter, schwerer Gegenstand darauf prallt. Insgesamt ist dies natürlich auch eine Preisfrage.

Rutschhemmung beachten 

Vor allem für Bodenbereiche, die regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommen, lohnt sich der Kauf möglichst rutschhemmender Fliesen. Dies gilt hauptsächlich für Terrasse und Bad, aber auch für Flur und Küche. Viele Eigentümer statten auch ihre Treppe mit rutschhemmenden Fliesen aus, denn dies ist ein Bereich mit erhöhter Unfallgefahr. Die zugehörige Einteilungsskala gibt Auskunft über die rutschhemmende Wirkung von Oberflächen, interessant für den Privatbereich sind vor allem R9 bis R11:

  • R9: leichte rutschhemmende Wirkung, für Bad, Küche und Flur zu empfehlen
  • R10: mittlere rutschhemmende Wirkung, für Bad und Terrasse zu empfehlen
  • R11: hohe rutschhemmende Wirkung, für Nassbereiche im Bad zu empfehlen

Was kosten Fliesen in Holzoptik?

Die Preise der Fliesen in Holzoptik richten sich natürlich stark nach der Qualität. Im Baumarkt finden sich sogar immer wieder Fliesen mit Abriebklasse 4 und Rutschhemmungsklasse R10, die nur etwa 15 Euro je Quadratmeter kosten. Prüfen Sie sehr genau, ob die Optik Ihnen zusagt! Quadratmeterpreise von 30 Euro und mehr sind ebenso möglich, oft macht sich dies in einem natürlicher wirkenden Dekor bemerkbar.

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