Fenster streifenfrei putzen – so wird es richtig gemacht – unsere besten Tipps

Fensterputzen gehört zu den weniger beliebten Arbeiten im Haushalt – und doch ist dieser Job dringend nötig. Wer blickt schon gern durch graue Schleier und Fettfingerabdrücke nach draußen? Die große Herausforderung beim Säubern der Scheiben besteht darin, keine Streifen oder Schlieren zu hinterlassen, und stattdessen für ein streifenfreies Blickfeld zu sorgen. Dieses Ziel ist mit etwas Know-how durchaus erreichbar.

Diese Materialien eignen sich am besten zum Fensterputzen

Haben Sie schon einmal etwas von einem Fenstersauger gehört? Dieses handliche elektrische Gerät vereinfacht das Putzen von Glasflächen ungemein, denn es dient sowohl der feuchten Reinigung als auch der anschließenden Trocknung.

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Die Fenster sollten streifenfrei sauber werden.

Außerdem fallen bei einem hochwertigen Gerät keine Tropfen auf den Boden – oder auf das gute Sofapolster. Allerdings eignet sich ein Fenstersauger nicht zum Säubern der Rahmen oder eventueller Sprossen; diesen Teil der Arbeit müssen Sie also weiterhin »per Hand« erledigen. An größeren Fensterflächen bringt der Sauger eine echte Zeitersparnis, doch an Sprossenfenstern erweist er sich in der Praxis oft als weniger effektiv.

Achtung: Qualitativ minderwertige Fenstersauger können eventuell Streifen hinterlassen, geben Sie also bei der Auswahl Acht und orientieren Sie sich nicht ausschließlich am niedrigen Preis!

Wenn Sie sich lieber für die altbewährte Art des Fensterputzens entscheiden, dann haben wir hier eine detaillierte Materialliste für Sie, die sämtliche Arbeitsschritte abdeckt:

  • Staubtuch
  • Handfeger
  • Mikrofasertuch
  • fusselfreier Lappen
  • Schwamm
  • Fensterreiniger oder Spülmittel
  • Eimer mit Wasser

Gibt es »das ideale Wetter« zum Fensterputzen?

Drei Wetterphänomene behindern das Fensterputzen ungemein:

  1. Bei strahlendem Sonnenschein trocknet das Putzwasser allzu schnell und kann dabei störende Flecken und Streifen hinterlassen. Liegen die Glasscheiben allerdings trotz Sonnenscheins im Schatten, können Sie trotzdem unbeschwert loslegen und erhalten ein streifenfreies Ergebnis.
  2. Bei frostigen Temperaturen kann das Putzwasser an der Scheibe gefrieren und somit eine gründliche Säuberung im Außenbereich verunmöglichen. Mit etwas Frostschutzmittel im Wasser lässt sich dieses Problem lösen, doch umweltschonender ist es, auf einen frostfreien Tag zu warten.
  3. Bei Regen riskieren Sie, dass Ihre Mühen im Sande verlaufen und die Fensteraußenseiten ganz schnell wieder so schmutzig aussehen wie vorher.

Putzen Sie Ihre Fenster also bevorzugt ohne direkte Sonneneinstrahlung, an frost- und regenfreien Tagen. So gehen Sie auf Nummer sicher.

Streifenfrei fensterputzen leicht gemacht: eine Anleitung

Nun kommen wir zur Praxis, dem eigentlichen Fensterputzen. Zum Fenster gehört viel mehr als nur die Glasscheibe, und der Alltag zeigt deutlich, dass Rahmen und Fensterbrett mindestens ebenso schnell verschmutzen wie das Glas: Darum wollen wir ganz gründlich vorgehen.

  1. Entfernen Sie ganz zu Anfang den groben Staub und eventuelle Spinnenweben mit Ihrem Handfeger. Danach nutzen Sie das Staubtuch, um mindestens das Fensterbrett, eventuell auch die nach oben weisenden Kanten des Rahmens zu reinigen.
  2. Nun säubern Sie den Fensterrahmen feucht mit einem Schwamm, um ihn anschließend mit dem Mikrofasertuch abzutrocknen.
  3. Waschen Sie anschließend die erste Fensterscheibe mit dem ausgewrungenen Schwamm. Mit kreisförmigen Bewegungen rücken Sie dem Schmutz am besten zu Leibe.
  4. Direkt danach ziehen Sie die gewaschene Scheibe mit dem Abzieher ab, den Sie immer senkrecht von ganz oben nach ganz unten oder, oben angefangen, waagerecht von rechts nach links und zurück bewegen. Zwischendurch mit einem fusselfreien Lappen die Gummilippe säubern.
  5. Polieren Sie die gesäuberte Fensterfläche nun noch einmal mit dem Mikrofasertuch komplett nach, um auch den letzten Streifen zu entfernen. Vergessen Sie vor allem die Ecken nicht!
  6. Zum Schluss, wenn alle Fensterscheiben außen und innen gereinigt sind, kommt das Fensterbrett an die Reihe: So tropft garantiert nichts mehr auf die frisch gewienerte Oberfläche! Säubern Sie es zuerst mit dem feuchten Schwamm und wischen Sie es anschließend trocken.
Achtung: Hartnäckige Schlieren entstehen häufig durch eine Überdosierung des Fensterreinigers oder Spülmittels! Verwenden Sie den Reiniger also nur in geringen Dosen, das schont auch die Umwelt. Übrigens können Sie Ihre Scheiben auch eigenhändig mit einer Nanoversiegelung bedecken, die Regenwasser einfach abperlen lässt. Damit sparen Sie sich für eine ganze Weile den Reiniger, denn das so behandelte Glas lässt sich in der Regel problemlos mit klarem Wasser säubern.

Fensterleder oder Zeitungspapier zum Abtrocknen von Fenstern

Das Fensterleder gehört zu den Haushaltsklassikern, wahrscheinlich besaß bereits Ihre Uroma eines dieser Wunderwerkzeuge. Es eignet sich nicht zum feuchten Putzen der Scheiben, da es kaum saugfähig ist, doch das anschließende Polieren, auch »Abledern« genannt, klappt damit hervorragend! Auch heute noch gibt es Fensterleder vieler Marken im Handel zu kaufen, ihre Wirkungskraft bleibt natürlich auch in der modernen Welt bestehen.

Und was ist mit dem immer wieder zu hörenden Vorschlag, die Fenster mit Zeitungspapier trockenzureiben? Das funktioniert tatsächlich auch, und zwar deshalb, weil das reguläre Zeitungspapier hoch saugfähig und absolut fusselfrei ist. Vielleicht hilft auch das in der Druckerei verwendete Tröpfchen Alkohol ein wenig dabei, auf dem Glas klebende Fette zu lösen. Hochglanzprospekte sollten Sie aber besser nicht verwenden, diese saugen kein Wasser auf. Außerdem können Sie sich darauf gefasst machen, ein wenig schwarze Finger zu bekommen, wenn Sie mit Zeitungspapier hantieren: Doch das ist durchaus der Mühe wert!