Energieeffiziente Haushaltsgeräte – So sparen Sie Strom bei Kühlschrank und Gefrierschrank

In einem jeden Haushalt finden sich viele verschieden Gerätschaften an, die elektronisch betrieben werden. Bedingt durch die relativ hohen Strompreise in Deutschland sorgt die Rechnung oftmals für Kopfzerbrechen. Investieren ist dabei, so paradox es auch klingen mag, der beste Weg, um Kosten zu senken. Alte elektrische betriebene Gerätschaften sind wahre Geldfresser. Deswegen ist es wichtig, dass auch Sie auf effiziente Technologien setzen. Wir beschäftigen uns zu Anfang kurz mit dem Energielabel, ehe wir Tipps zu Kühlschrank, Herd und Waschmaschine geben.

Das Energieetikette – Was sagt das Label für Energie aus?

Seit 1996 erhalten Verbraucher durch dieses Label, auch Energieetikett genannt, Informationen über die Energieeffizienz verschiedener Geräte im Haushalt. Dabei geht es zum einen um den Verbrauch von Energie, aber auch Wasser, etwa bei Maschinen zum Waschen. Für folgende Maschinen muss eine entsprechende Kennzeichnung vorliegen:

  • Kühlschränke
  • Gefrierschränke
  • Waschvollautomaten
  • Wäschetrockner
  • Geschirrspüler
  • Backöfen
energieklassen haushaltsgeräte

Die bei uns angebotenen Haushaltsgeräte werden in die Energieklassen A bis G eingeteilt.

Die Unterteilung erfolgt prinzipiell in die Klassen A bis G, wobei A als bester Wert anzusehen ist. 2010 gab es jedoch eine Reform des Labels, da die Sparsamkeit bei Haushaltsgeräten zugenommen hat. So besteht beispielsweise seit 2011 die Pflicht, dass Kühlgeräte, Gefriergeräte, Waschvollautomaten und Geschirrspüler zumindest mit den neueingeführten Klassen A+, A++ oder A+++ ausgezeichnet sein müssen. Auch das Etikett selbst wurde überarbeitet. Bevor wir auf die konkreten Maschinen eingehen werden, hier noch eine Übersicht, was das Etikett zu bieten hat:

  • hoher Wiedererkennungswert durch klare farbliche Kennzeichnung
  • sprachneutral
  • muss in der Werbung angegeben werden
  • Aussagekraft über Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Fassungsvermögen,Schleuderwirkung, Geräuschentwicklung und vieles mehr (abhängig von der Geräteklasse)

Was ist bei Kühlschränken zu beachten?

Die Technologie selbst hat sich vom Prinzip wer wenig verändert. Üblicherweise werden sogenannte Kompressorkühlschränke verwendet. Vereinfacht gesagt, wird durch ein Austauschprinzip mittels Druck Wärme und Kälte erzeugt, die jeweils an die Umgebung abgegeben wird.

Was also hat sich verändert, dass die Maschinen immer sparsamer geworden sind?

Zum einen die verwendeten Mittel zur Kühlung, die nun effizienter arbeiten. Zum anderen die Abdichtung. Der entscheidende Punkt beim Verbrauch von Ressourcen ist jedoch die Art des Kühlschranks. Prinzipiell gibt es drei verschiedene Ausprägungen zu unterscheiden:

  1. Kühlschrank
  2. Kühl-/Gefrierkombination
  3. Mehr-Zonen-Gerät
frau kühlschrank

Der Kühlschrank ist einer der größten Stromfresser im Haushalt

Wenn Sie auf Sparsamkeit setzen, so kaufen Sie die Haushaltsgeräte Kühlschrank und Gefrierschrank separat ein. Die Kühl Kombination sorgt für einen erhöhten Ressourcenverbrauch. Leider werden zumeist immer noch Kombinationen eingesetzt, die in der Regel 15 bis 20 Prozent mehr an Ressourcen benötigen.

Noch teurer wird es dann, wenn Sie auf ein Mehr-Zonen-Gerät setzen. Dabei gibt es eine Kühlzone, eine Gefrierzone und eine Kaltlagerzone, die bei 0 Grad liegt. Zwar halten die Lebensmittel in dieser Zone sehr lange, das schlägt sich jedoch auf die Rechnung nieder. Doch auch Ihr Verhalten selbst hat einen Einfluss auf den Energieverbrauch. Sie müssen also selbst die Initiative ergreifen. Hier wichtige Informationen zum Umgang:

  • Kühlschrank nicht zu lange offen lassen
  • Kühlschrank nicht übervoll machen
  • regelmäßig putzen
  • sie brauchen in der Regle nicht die kälteste Stufe, die erste reicht ebenfalls aus

Viele Hersteller und auch Shops wie etwa Quelle.de bieten eigens energiesparende Geräte an, und machen es für den Verbraucher so einfach, einen Kühlschrank zu wählen, der nicht zu viel Energie verbraucht. Marken wie Siemens oder Miele haben erkannt, dass die Käufer immer mehr auf die Energieeffizienz achten, und haben eigene Serien im Angebot die oft mit den Labels „Eco“ oder „Green“ gekennzeichnet sind.

Was müssen Sie beim Herd beachten?

Der Stromfresser schlechthin ist der Herd. Bevor wir nun auf die genaueren Technologien eingehen, ein kurzer Überblick, welche Grundtypen zu unterscheiden sind:

  1. Einbauherd
  2. Einbaubackofen
  3. Einbaukombinationen
  4. Standherd

Welche der vier Typen Sie nun kaufen, spielt aus der Verbrauchssicht keine wirkliche Rolle. Hier sollten Sie eher beachten, was besser bzw. platzeffizienter in der Küche untergebracht werden kann. Auch der Zugang sollte ohne Probleme funktionieren. Wir beschäftigen uns nun kurz mit folgenden Technologien:

  • Herdplatten aus Gusseisen
  • Cerankochfeld
  • Halogen
  • Induktion
  • Gas

Wir wollen uns nun Schritt für Schritt an das Optimum heranarbeiten. Beginnen wir also mit Herdplatten aus Gusseisen. Hierbei handelt es sich um ein veraltetes Modell. Zwar können Sie diese Gerätschaften stets noch erwerben, allerdings ist diese Technologie sehr ineffizient. Diese Herde sind nicht umsonst derart billig. Problematisch sind vor allem die lange Phase des Aufheizens und die lange Phase des Abkühlens. Davon ist auf jeden Fall abzuraten.

Der heutige Standard ist das Cerankochfeld. Das Feld besteht aus einer Glaskeramik, was sehr günstige Eigenschaften für das Kochen bietet. Es lässt sich schneller aufheizen und kühlt ebenfalls schneller ab. Zum Einsatz kommen hierbei spezielle Heizstrahler. Wenn Sie über ein solches Modell verfügen, können Sie über eine Neuanschaffung nachdenken, es ist aber nicht unbedingt notwendig

Halogenkochzonen kommen sehr selten vor. Ebenfalls wird eine Glaskeramik als Oberfläche eingesetzt. Die Aufheizung erfolgt über Halogenlampen, sodass das Kochgeschirr durch Infrarotstrahlung erhitzt wird. Zusammen mit der Induktionsvariante handelt es sich um die sparsamste und effizienteste Technologie. Problematisch ist jedoch, dass die Anschaffungskosten enorm hoch sind, allerdings brauchen Sie kein gesondertes Kochgeschirr, wie bei Induktion

Induktionsherde sind nun schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Ohne Frage stellt diese Technologie die vorteilhafteste Möglichkeit dar. Mittels einem Magnetkern, der im Kochgeschirr verarbeitet ist, wird die gesamte Fläche gleichmäßig erhitzt. Klarer Vorteil hierbei ist, dass die Hitze sofort da bzw. wieder weg ist. Das spart zum einen viel Energie, zum anderen mach das Kochen mehr Spaß.

Abschließend gehen wir noch auf Gasherde ein. Die Energieeffizienz ist entgegen der Meinung von viele sehr schlecht. Die meiste Hitze wird nicht an das Kochgeschirr, sondern an die Umgebung abgeliefert. Diese Technologie wird in der Gastronomie allerdings gerne deswegen verwendet, weil die Hitze sehr gut kontrolliert werden kann.

Was ist bei Waschmaschinen zu beachten?

Zu guter Letzt gehen wir noch auf sogenannte Waschvollautomaten ein. Zu unterscheiden sind folgende zwei Modelle:

  1. Frontlader
  2. Toplader
waschmaschine

Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine oder der E-Herd können viel zum Einsparen von Energie beitragen

Was den Ressourcenverbrauch betrifft gibt es keine Unterschiede. Toplader sind in der Regel platzsparender, sodass Sie vor allem in kleinen Küchen oder Bädern zum Einsatz kommen. Beim Fassungsvermögen der Maschine sollten Sie genauer hinsehen. Effizientes Waschen ist dann möglich, wenn die Gerätschaft voll befüllt ist. Waschen Sie häufig kleine Wäscheberge, dann ist die exakte Mengenautomatik sehr wichtig. Neben dem Energieetikett ist es jedoch entscheidend, wie Sie die Wäsche waschen. Die Temperatur ist dabei der entscheidende Punkt.

Kälteaktive Waschmittel erleichtern dabei die Prozedur. Waschen Sie mit 30 statt mit 60 Grad kostet das 50% weniger an Verbrauch. Waschen Sie mit 90 statt mit 60 Grad, verbrauchen Sie 40% mehr Ressourcen. Wenn Sie zusätzlich einen Wäschetrockner einsetzen, sollten Sie eine hohe Schleuderzahl einstellen. Laut Experten ist der Energieaufwand durch Wärme anstatt durch Schleudern ca. 100 Mal höher. Mit dieser Methode senken Sie den Ressourcenverbrauch des Trockners.

Fazit

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass nicht einzig das Energieetikett wichtig ist. Für die Entscheidung beim Kauf ist das Etikett freilich heranzuziehen. Energiesparen betrifft jedoch auch Ihr persönliches Verhalten bzw. der Umgang mit den Geräten.