Eine Bewässerungsanlage im Garten anlegen

Eine Bewässerungsanlage erfordert eine gründliche Planung.Eine kleinere Anlage für die Gartenbewässerung kann man als Laie mit ein wenig technischem Verständnis durchaus selbst anlegen, jedoch ist für ein solches Vorhaben eine gründliche Planung erforderlich. Dazu benötigt man zunächst eine maßstabgerechte Grundrisszeichnung des Gartens, aus der die Lage und die Abmessungen sämtlicher Beete, Rasenflächen, Wege, Terrassen und sonstigen befestigten Flächen sowie Mauern ersichtlich ist. Ebenso sollten Bäume und Sträucher in den Plan eingetragen werden.

Getrieberegner & Sprühdüsen – zwei verschiedene Regnertypen

eine sprühdüse für den gartenUm Gartenflächen zu beregnen, lassen sich grundsätzlich zwei verschiedene Regnertypen einsetzen, und zwar Getrieberegner für größere Flächen und Sprühdüsen für kleinere Bereiche. Im Plan legt man fest, für welche Bereiche welche Regner eingesetzt werden sollen. Bei Getrieberegnern ist ein Abstand von etwa acht Metern einzuhalten, bei Sprühdüsen beträgt der Abstand einen bis eineinhalb Meter. Um die flächendeckende Bewässerung sicher zu stellen, zeichnet man auf dem Plan um jeden Regner mit dem Zirkel einen Kreis mit dem jeweiligen Beregnungsradius. Aus dem vorher Gesagtem geht hervor, dass dieser bei Getrieberegnern etwa vier Meter und bei Sprühdüsen 50 bis 75 Zentimeter beträgt.

Wichtig für die Planung: der vorhandene Wasserdruck

wasserdruck der rasenbewässerungFür die Auslegung der Beregnungsanlage ist der Wasserdruck von Bedeutung, der in kg/cm² oder bar angegeben wird. Mit Hilfe eines an den Wasserhahn angeschlossenen Manometers lässt sich der vorhandene Druck ablesen, andernfalls kann man sich beim zuständigen Wasserwerk nach dem Druck erkundigen. Damit die Anlage ordnungsgemäß funktioniert, ist ein Druck von mindestens zwei bar erforderlich. Beträgt der Druck mehr als fünf bar, ist ein Druckminderer erforderlich. Auch die Durchflussmenge ist aus den Unterlagen des örtlichen Wasserwerks ersichtlich.

Machen Sie den Test mit dem 10-Liter Eimer

Zur Sicherheit kann man die Systemkapazität überprüfen, indem man einen Zehn-Liter-Wassereimer an dem Wasserhahn füllt, der dem Wasserzähler am nächsten ist und die Füllzeit sekundengenau misst. Bei größeren Gartenflächen wird die zur Verfügung stehende Wassermenge nicht ausreichen, um den gesamten Garten gleichzeitig zu beregnen, weshalb man den Garten in mehrere Zonen unterteilt. Dabei werden Getrieberegner und Sprühdüsen nicht in den gleichen Beregnungskreisen eingesetzt, da die tägliche Beregnungsdauer der unterschiedlichen Regnertypen verschieden ist.

Vor der Ausführung einen Spezialisten befragen

Mit dem endgültigen Plan und den Angaben zum Wasserdruck und zur Durchflussmenge begibt man sich zu einem Fachhändler, wo die Hydraulik der geplanten Anlage überprüft wird und eine Materialaufstellung und ein Kostenvoranschlag erstellt werden. So erhält man die erforderliche Sicherheit zur Ausführung des Projektes.