Die eigene Werkstatt im Keller – ein Paradies für Heimwerker

In einem Haushalt fallen mit der Zeit ganz schön viele Reparaturen an: Der Abfluss ist verstopft, die Waschmaschine funktioniert nicht mehr, der Esstisch ist für die Großfamilie zu klein geworden usw. Da ist es gut, wenn man sich ein bisschen mit Handwerken auskennt und vieles selber richten oder sogar bauen kann. Selbstverständlich braucht man dazu aber auch das richtige Werkzeug und einen Platz, wo man ungestört arbeiten kann. Eine eigene Werkstatt ist der Traum aller Heimwerker. Richten auch Sie sich Ihre eigene Werkstatt ein und schaffen Sie Platz für neue Ideen.

Die Werkstatt im Keller – Tipps für das Einrichten

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Die Werkstatt im eigenen Keller – ein Traum für jeden Heimwerker

Wer schon einmal etwas repariert oder zusammengebaut hat, der weiß, wie viel Werkzeug oftmals für eine einzige Sache benötigt wird. Wenn man sich das dann auch noch zusammensuchen muss, vergeht einem schnell der Spaß am Werken und Basteln. Eine gut ausgestattete und aufgeräumte Werkstatt ist das A und O für ein erfolgreiches Arbeiten. Viele Basis-Werkzeuge, die man immer wieder braucht, können Sie im Heimwerkermarkt im Set kaufen, mit der Zeit werden dann andere Utensilien hinzukommen. Beim Einrichten der Werkstatt sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Die Werkbank muss absolut sicher stehen, Unebenheiten im Boden, wie sie in Kellern manchmal der Fall sind, müssen ausgeglichen werden.
  • Achten Sie darauf, dass Sie über eine starke Lichtquelle, am besten direkt über der Werkbank, verfügen. Vor allem bei Detailarbeiten wirkt sich schlechtes Licht negativ auf die Konzentration aus. Allgemein kann es sehr hilfreich sein, über eine zusätzliche, tragbare Halogenlampe zu verfügen, mit der man z. B. auch die Unterseite von großen Werkgegenständen beleuchten kann. Im Idealfall verfügt der Keller über eine natürliche Lichtquelle, wie z. B. ein Fenster. Wenn man Feuer und Flamme für sein Projekt ist, kann man schon einmal die Zeit vergessen, das Tageslicht erinnert daran, wann es Zeit zum Aufhören ist.
  • Vergewissern Sie sich, dass alle Regale, Werkbänke, Aufhängungen usw. fest montiert sind und nicht aus der Verankerung fallen können. Viele Kellerwände sind im Vergleich zu den Wänden der Wohnräume gröber verputzt, da kann es schon einmal passieren, dass sich ein Nagel im Laufe der Zeit lockert.
  • Ein großes Problem bei Kellern ist oftmals die Belüftung. Vor allem wenn Sie Schweißarbeiten oder Malarbeiten durchführen, muss diese unbedingt gegeben sein, da gesundheitsschädliche Dämpfe entstehen können. Vergewissern Sie sich, dass das Belüftungssystem des Kellers über ausreichend Zugkraft verfügt bzw. dass Sie über die Fenster im Raum einen Durchzug erzeugen können.
  • Auch in einer Werkstatt gilt: „Ordnung ist das halbe Leben!“. Wenn Sie für Ihr Werkzeug einen festen Platz festlegen, wird es Ihnen leichter fallen, dieses wieder zu finden. Wenn die Anzahl der Werkzeuge noch überschaubar ist, mag diese Ordnungsliebe übertrieben sein, sobald Sie regelmäßig mit Werkzeug arbeiten, werden Sie aber schnell feststellen, dass sich dies schnell vermehrt und es gar nicht mehr so leicht ist, aus der Unzahl an Schraubenschlüsseln den passenden zu finden. Die Werkbank sollte über ausreichend Schubladen und Fächer verfügen, um das Werkzeug ordentlich trennen zu können, ansonsten gibt es auch für Hobbyhandwerker ausgeklügelte Ordnungssysteme, wie man sie aus der Profiwerkstatt kennt.
  • Wenn Kinder im Haus sind ist es notwendig, dass Sie die Werkzeuge nach dem Arbeiten sicher verwahren bzw. wegsperren können. Das gilt auch für alle Chemikalien, wie z. B. Farben, Lösungsmittel, Lauge usw. Eine Werkstatt im eigenen Haus ist nicht nur für Heimwerker, sondern auch für Kinder ein Paradies, in dem es viel zu entdecken gibt. Versichern Sie sich deshalb auch, dass bei allen elektronischen Geräten, wie z. B. Sägen oder Schweißgeräten, die Kindersicherung aktiviert ist bzw. verstauen Sie die Geräte so, dass sie ein Kind auch unter größten Bemühungen nicht in die Hände bekommen kann.
  • Sie können sich viel Ärger mit den anderen Mitbewohnern des Haushalts ersparen, wenn Ihre Hobbywerkstatt über ein Waschbecken verfügt. Wo gehobelt wird, fallen Späne, und es wäre gut, wenn diese auch dort bleiben und nicht durch das ganze Haus getragen werden.
  • Auch der Lärm ist ein wichtiges Thema: Um es sich mit den Nachbarn nicht zu verscherzen, sollten Sie auch darauf achten, dass die Lärmbelästigung nach außen hin nicht zu stark ist. Im Zweifelsfall müssen Sie die Wände dämmen oder die Arbeitszeiten in Übereinkunft mit den Nachbarn festlegen.

Mehr Tipps:

http://www.stern.de/noch-fragen/worauf-sollte-ich-achten-wenn-ich-meine-neue-werkstatt-einrichten-will-1000109821.html

http://www.selbst.de/forum/allgemeines/werkstatt-einrichten-114707.html

http://www.bauemotion.de/magazin/heimwerkertipps-kein-groessenwahn-gutes-werkzeug/15002865/

 

Achten Sie auf die passenden Stromanschlüsse

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Viele Maschinen benötigen einen Starkstromanschluß – das sollten Sie bei der Planung berücksichtigen

Neben der Belüftung können bei einer Werkstatt im Keller auch die Stromanschlüsse eine besondere Herausforderung sein. Kellerräume neigen zu einer hohen Luftfeuchtigkeit, bei nicht optimaler Dämmung sind die Wände oftmals feucht, außerdem ist es so – sofern nicht vorab eine Werkstatt eingeplant war – dass nur wenige Stromanschlüsse vorhanden sind. Wenn man dann auch noch mit Starkstrom arbeiten möchte, kann es sehr gefährlich werden. Versichern Sie sich regelmäßig, dass kein Grundwasser eindringt und alle Anschlüsse trocken sind. Allgemein ist es ratsam, nach dem Arbeiten in der Werkstatt alle elektronischen Geräte auszustecken bzw. die Sicherung herauszunehmen. So können Sie sicher sein, dass es während Ihrer Abwesenheit zu keinem Kurzschluss kommen kann.

Es ist noch kein Heimwerker vom Himmel gefallen

Mit welchem Werkzeug Sie Ihre Hobbywerkstatt ausrüsten, hängt davon ab, was Sie bauen wollen. Für gewöhnlich kommen zum Starterset mit Hammer, Bohrer, Schraubenschlüssel, Maßband, Nägeln usw. im Laufe der Jahre viele weitere Utensilien hinzu. Viele verschiedene Werkzeuge finden Sie hier: http://www.medewo.com/at/S/betriebseinrichtungundgeraete/werkstatt/Werkstatt.html

 

Eines darf in einer Werkstatt aber nie fehlen: Der Erste Hilfe Kasten.

Auch wenn Sie von Ihren Heimwerkerkünsten überzeugt und der Meinung sind, dass Ihnen sicher nichts passieren wird, sollten Sie dennoch nicht auf einen Rettungskasten verzichten. Unfälle sind schneller geschehen, als man meint. Der Erste Hilfe Kasten, der an einer Wand in direkter Nähe zur Werkzeugbank angebracht werden sollte, sollte mindestens über folgende Artikel verfügen:

  • Pflaster,
  • Verbandsmaterial,
  • Mullbinden,
  • Schere,
  • Desinfektionsmittel,
  • Feuerdecke,
  • Augenspülung

Mehr zur Ersten Hilfe: http://www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung/erste-hilfe-online.html

Achten Sie während des Arbeitens auch darauf, dass sich Ihr Mobiltelefon in Reichweite befindet. Wenn es um die eigene Gesundheit geht, kann man schließlich nie vorsichtig genug sein! Sicherheit geht vor!

Ein Paradies für Heimwerker

Je mehr Projekte Sie in Ihrer Werkstatt realisieren, umso schneller werden Sie wissen, was noch fehlt und wie die Werkstatt für den Heimwerker am besten eingerichtet und arrangiert wird. Manche Fragen beantworten sich in der Praxis von selbst. Wichtig ist, dass alle Flächen, auf denen Sie arbeiten, absolut standfest sind und nicht wackeln, dass kein Werkzeug ungeordnet herumliegt, dass der Keller gut belüftet wird und dass der Arbeitsplatz gut beleuchtet ist. In erster Linie müssen Sie sich in Ihrer Werkstatt aber wohl und sicher fühlen. Nur eine praktisch eingerichtete Werkstätte lädt zum Arbeiten ein und macht das Hobby zur Leidenschaft. Greifen Sie zu Hammer und Nägeln und gestalten Sie die Werkstatt Ihrer Träume.