Das kindersichere Haus – wie wichtig und leicht umzusetzen Kindersicherheit in den eigenen vier Wänden ist

Bei knapp der Hälfte der Unfälle in Haus und Garten sind kleine Kinder unter sechs Jahren betroffen. Die Zahlen der Unfälle mit Todesfolge sowie der verletzten Kinder mit Krankenhausaufenthalt sind alarmierend. Dabei ließe sich ein großer Teil der häuslichen Unfälle, in welche Kinder involviert sind, vermeiden. Der folgende Ratgeber zeigt auf, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um das Haus kindersicher zu machen und was Eltern zudem tun können, um ihr Kind für Gefahrensituationen zu sensibilisieren.

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In der Küche lauern viele Gefahren

Die Häufigkeit von Kinderunfällen mit schweren Verletzungen nimmt zu – Zahlen und Fakten

Pro Jahr verunfallen rund 200.000 Kinder im häuslichen Bereich, so die Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“. Einen tödlichen Ausgang haben Unfälle jedes Jahr bei rund 180 Kindern. Das Portal hat dazu eine anschauliche und alarmierende Grafik erstellt, welches sich auf das Jahr 2013 bezieht.

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Quelle: http://www.kindersicherheit.de/fachinformationen/daten-und-statistiken.html

Von den 182 tödlich verunfallten Kindern starben 63 bei einem Verkehrsmittelunfall, 33 durch Ertrinken, 12 durch Feuer, Flammen oder Rauch und 13 durch einen Sturzunfall. Bei denjenigen Kindern, die nach einem Unfall stationär behandelt werden mussten, sind im häuslichen Bereich vor allem vier Unfallvorgänge dominant:

  • Sturz in der Ebene oder aus der Höhe
  • Zusammenprall, Zusammenstoß
  • Verletzungen durch spitze Gegenstände
  • Einklemmen, Einquetschen
Rund 47 Prozent der Unfälle im Haus und Garten betreffen Kinder unter sechs Jahren. Die meisten dieser Unfälle sind vermeidbar. Bei den ein bis zwei-Jährigen gehen 85 Prozent der behandlungsbedürftigen Verletzungen auf einen Haushaltsunfall zurück. Interessant ist, dass durchschnittlich mehr Jungen als Mädchen verunfallen. Wie die nachstehende Statistik zeigt, trifft dies in jeder Altersgruppe zu.

Anteil der Mädchen und Jungen mit einer ärztlich versorgten Unfallverletzung in den letzeten 12 Monaten in Deutschland nach Alter 2012

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Statistisch verletzen sich Jungen häufiger als Mädchen (© rki.de / In: Statista) 2) Die Entwicklungsstufen des Kindes von null bis fünf Jahren

In den unterschiedlichen Entwicklungsstufen hat ein Kind ganz verschiedene Fähigkeiten und Interessen. Entsprechend müssen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen im eigenen Zuhause getroffen werden, um die Sicherheit des Kindes zu gewährleisten. Anbei eine Übersicht der einzelnen Entwicklungsstufen des Kindes:

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Kindersicherheit in Küche und Bad

Küche und Bad sind besonders gefährliche Räume für Kinder. Lauert in der Küche das ständige Risiko, sich zu verbrennen, mit scharfen Messern in Berührung zu kommen oder giftige Reinigungsmittel zu verschlucken, sind heißes Wasser oder ein rutschiger Boden im Bad die Hauptgefahr. Niemals dürfen kleine Kinder deshalb in diesen Räumen unbeaufsichtigt bleiben, auch nicht ganz kurz.

Vor allem, wenn Kinder in der Badewanne sitzen, müssen ihre Eltern immer ein Auge auf sie haben. Kleinkinder können auch bei sehr niedrigem Wasser ertrinken und dies geschieht meist still und leise und nicht etwa laut und dramatisch, wie es viele erwarten würden. Deshalb anbei die wichtigsten Tipps für eine kindersichere Küche und ein kindersicheres Bad:

  • Die kindersichere Küche
  • Damit Kinder sich in der Küche nicht wie ein Fremdkörper fühlen, ist es sinnvoll, ihnen einen kleinen Bereich zu schaffen. Dieser kann durch ein Laufgitter oder auch eine Unterlage gekennzeichnet sein.
  • Dem Kind muss zudem klargemacht werden, dass die Küche kein Ort zum Toben ist.
  • Elektrische Geräte müssen außerhalb der Reichweite des Kindes platziert werden, dies giltfür den Mixstab genauso, wie für das Waffeleisen oder den Toaster.
  • Steckdosen müssen geschützt sein und es dürfen sich keine Kabel in der Reichweite des Kindes befinden.
  • Zudem empfiehlt sich eine Kindersicherung an Herd und an den Schubladen, in welchen sich Messer und andere scharfe Gegenstände befinden.
  • Auch die Putzmittel müssen weggeschlossen werden, da gerade kleine Kinder diese aus Neugierde öffnen und den Inhalt verschlucken könnten.
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Kinder können nicht zwischen ungefährlichen und gefährlichen Inhalten unterscheiden.

  • Die Spülmaschine sollte stets geschlossen sein und beim Kochen und Braten sollten Eltern darauf achten, den Pfannenstiel nach hinten zu richten, da das Kind die heiße Pfanne sonst schnell herunterreißen kann.
  • Das kindersichere Bad
  • Den Schlüssel entfernen, damit sich das Kind nie allein im Bad einschließen kann.
  • Anti-Rutsch-Matten gehören nicht nur in die Badewanne und Dusche, sondern auch auf den glatten Fliesenboden. So wird verhindert, dass das Kind ausrutscht und sich verletzt.
  • Die Mischbatterie mit einem Regler bestücken, sodass das Wasser nicht heißer als 50 Grad werden kann. Auf diese Weise wird der Nachwuchs vor Verbrühungen geschützt.
  • Elektrische Geräte, wie Föhn und Glätteisen oder den Rasierer, immer sofort nach dem Gebrauch wegschließen. Gleiches gilt für scharfe und spitze Gegenstände, wie Rasierklingen oder auch den Stielkamm. Am besten eignet sich dafür ein abschließbarer Schrank.
  • Ein Toilettenaufsatz oder ein Töpfchen erleichtern kleinen Kindern den Toilettengang und ein kleiner Hocker sorgt dafür, dass sie auch das Waschbecken erreichen, um sich die Hände waschen oder die Zähne putzen zu können. Stets unter Aufsicht, versteht sich.
  • Die Hausapotheke muss unbedingt abschließbar sein, damit das Kind keinen Zugriff auf Medikamente hat.
  • Steckdosen brauchen einen Schutz und auch Kabel müssen sich außer Reichweite des Kindes befinden.

Ein kindersicheres Wohnzimmer und Kinderzimmer

Wohn- und Kinderzimmer sind die beiden Räume, in denen sich Kinder am häufigsten aufhalten, wo ihre Spielsachen in der Regel zu finden sind und in denen sich ein Großteil des gemeinsamen Familienlebens abspielt. Im Wohnzimmer befinden sich die meisten Elektrogeräte, Kabel sowie Möbel mit spitzen Kanten. Das Kinderzimmer wiederum sollte ein Raum sein, indem sich das Kind ab einem gewissen Alter auch mal allein beschäftigen kann.

  • Das kindersichere Wohnzimmer
  • Auf den Tischen sollten keine Tischdecken liegen, da das Kind daran ziehen könnte und soalles, was auf dem Tisch steht (zum Beispiel auch heiße Suppe) herunterreißt.
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Steckdosen und Kabel üben auf Kleinkinder eine gewisse Faszination aus.

  • Steckdosen müssen gesichert und Kabel außerhalb der Reichweite von Kindern platziert werden.Steckdosen und Kabel üben auf Kleinkinder eine gewisse Faszination aus.
  • Für Glasscheiben empfehlen sich Aufkleber, sodass das Kind diese eindeutig erkennt. Eine bessere Option ist natürlich die Verwendung von Sicherheitsglas.
  • Fenster und Balkontüren müssen über eine Kindersicherung verfügen, da das Kind diese sonst öffnen und herausfallen, beziehungsweise über das Balkongeländer klettern könnte.
  • Regale und Schränke müssen sicher in der Wand verankert sein, sodass sie nicht umfallen können, wenn das Kind beispielsweise versucht hinaufzuklettern. Auch TV- und Hifi-Geräte dürfen nicht so leicht umfallen.
  • Der Boden sollte rutschsicher sein. Handelt es sich um einen nicht rutschsicheren Boden, beispielsweise um Fliesen oder Parkett, ist es wichtig, dass das Kind stets Rutsch-Socken trägt.
  • Das kindersichere Kinderzimmer
  • Die Möbel im Kinderzimmer müssen kippscher und fest in der Wand verankert sein, denn siewerden gern als Klettergeräte genutzt.
  • Am besten verfügt das Mobiliar über abgerundete Ecken und Kanten, sodass sich das Kindnicht stoßen kann. Alternativ bietet sich das Anbringen eines speziellen Kantenschutzes an.
  • Die Spielsachen des Kindes müssen sich stets innerhalb seiner Reichweite befinden, waghalsigen Klettermanövern wird so vorgebeugt. Schwere Gegenstände, wie zum Beispiel das Puppenhaus, sollten unten in den Regalen Platz finden, beziehungsweise, wenn sie selten genutzt werden, an einem für das Kind nicht erreichbaren Ort gelagert werden.
  • Wird das Kind noch gewickelt, muss der Wickeltisch über hohe Randleisten verfügen. Dennoch darf das Kind nie, auch nur für einen Moment, unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen.
  • Babys dürfen im Bett zudem noch kein Nestchen, kein Kopfkissen, keine Decke oder Kuscheltiere haben, da Erstickungsgefahr droht. Babys schlafen in einem speziellen Schlafsack.
  • Im Kinderzimmer darf es keine Kordeln, Kabel oder andere Gegenstände geben, mit denen sich das Kind ausversehen strangulieren könnte.
  • Nachts ist ein Nachtlicht sinnvoll. Nicht nur, weil die meisten Kinder dann angstbefreiter einschlafen, sondern auch für den Fall, dass das Kind nachts aufwacht, aufsteht und nach den Eltern sucht.
  • Ein Hochbett sollten Kinder erst ab einem Alter von sechs Jahren bekommen. Dieses muss dann über einen ausreichend hohen Rand verfügen und sicher in der Wand verankert sein.
  • Ordnung ist wichtig, damit unnötige Stolperfallen erst gar nicht entstehen. Die Eltern sollten deshalb jeden Abend zusammen mit dem Kind alle Spielsachen wieder an ihren Platz räumen. Mit Boxen und Körben geht dies besonders schnell.

• Teppiche und Läufer im Kinderzimmer müssen rutschfest verlegt sein und dürfen nicht über Stolperkanten verfügen.

Sicherer Flur, Balkon und Garten

Auch der Flur muss kindersicher sein, genau wie der Balkon und der Garten. Welche Gefahren dort

lauern und was Eltern zur Vorbeugung von Unfällen tun können, wird nun erläutert.

  • Der kindersichere Flur
  • Bis das Kind drei Jahre alt ist, muss im Flur und auch an allen anderen Treppen im Haus einTreppengitter angebracht werden. So wird verhindert, dass das Kind die Treppe herunterfällt.
    treppengitter

    Treppengitter sind unverzichtbar.

  • Auch ein sicheres Treppengeländer ist an der Außenseite der Treppe nötig.
  • Ein rutschfester Bodenbelag ist optimal, alternativ kann das Kind auch stets Rutsch-Sockentragen.
  • Der Flur muss jederzeit ausreichend beleuchtet sein, damit das Kind nicht, aufgrund von schlechter Sicht, stolpert oder mit etwas zusammenstößt.
  • Auch im Flur darf ein Steckdosenschutz nicht fehlen und keinerlei lose Kabel sollten herumliegen.
  • Der kindersichere Balkon
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Kinder dürfen nie unbeaufsichtigt auf den Balkon gelassen werden.

Kleinkinder dürfen niemals allein auf den Balkon gelassen werden.

  • Eltern sollten sicherstellen, dass keine Kletterhilfen, etwa große Blumentöpfe, auf dem Balkon vorhanden sind.
  • Auch Horizontalstreben am Balkon stellen eine Gefahr dar, sofern das Kind seinen Kopf hindurchschieben kann.
  • Der kindersichere Garten
  • Es sollten keine Gartengeräte, also Heckenscheren, Spaten oder eine Harke herumliegen. Diese Gerätschaften gehören eingeschlossen, in das Gartenhäuschen, den Keller oder die Garage. Gleiches gilt für den Gartenschlauch, welcher sowohl Stolperfalle als auch Strangulationsrisiko sein kann.
  • Ein Teich, der Pool und die Regentonne müssen unbedingt abgesichert werden, da sonst die Gefahr des Ertrinkens droht.
  • Alle Spielgeräte, wie Schaukeln oder eine Rutsche, müssen robust und fest verankert sein. Der Boden unter den Spielgeräten sollte weich sein.
  • Der Garten muss zur Straße hin verschlossen sein.
  • Der Gartenzaun darf nicht spitz sein, das Kind könnte sich sonst aufspießen, wenn es versucht darüber zu klettern.
  • Von der Kultivierung giftiger Pflanzen im Garten ist abzusehen, zu groß ist das Risiko, dass das Kind diese verschlucken könnte.
  • Stehen Bäume im Garten, müssen die Äste stets kontrolliert und morsche Äste entfernt werden, damit das Kind beim Klettern nicht verunfallt.
  • Gartenmöbel müssen standfest aufgestellt werden

Brandschutz – ein brandheißes Thema

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Messer, Schere, Feuer, Licht, ist für Kinderhände nicht!

Feuer übt seit jeher eine gewisse Faszination auf den Menschen aus und besonders Kinder fühlen sich von Kerzen, Streichhölzern und Co. geradezu magisch angezogen. Wie dem Portal test.de zu entnehmen ist, werden jährlich 200.000 Brände gemeldet, bei denen rund 600 Menschen ums Leben kommen. Fast jedes dritte Brandopfer ist dabei ein Kind. Deshalb ist es essentiell, im Kinder-Wohn- und Schlafzimmer sowie im Flur einen Rauchmelder zu installieren.

Die Smart Lesson von Hager erklärt, worauf dabei zu achten ist. Vor allem kleine Kinder geraten schnell in Panik, wenn zum Beispiel im Kinderzimmer Feuer ausbricht. Sie verkriechen sich dann nicht selten unter dem Bett oder im Schrank. Dies kann tödliche Folgen haben, nämlich dann, wenn sich der Rauch bei einem Schwelbrand nahe am Boden sammelt. Es reichen wenige Atemzüge aus und das Kind ist ohnmächtig. Ohne Rauchmelder kann dies alles still und leise passieren, ohne dass die Eltern etwas mitbekommen.

Koordination und Beweglichkeit – wie eine gute Motorikschulung vor Unfällen schützt

Nicht nur die elterlichen Sicherheitsmaßnahmen können die Gefahr von Unfällen minimieren, auch das Kind selbst kann dazu beitragen. Je sicherer das Körpergefühl des Kindes ist und je besser seine Motorik, desto leichter vermag es seine Umgebung richtig einzuschätzen.

motorikschulung

Eine gute Motorikschulung hilft dabei, Unfälle zu vermeiden.

Wie bereits erwähnt, sind zahlreiche Verletzungen von Kindern im Haushalt auf Stürze und Zusammenstöße zurückzuführen. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder so früh wie möglich lernen, schnell zu reagieren, auszuweichen, sich abzufangen oder abzurollen. Es bewegen sich immer weniger Kinder regelmäßig draußen im Freien, was eine Einschränkung der Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer mit sich bringt.

Eine Motorikschulung hilft Kindern dabei, ein Gefühl für ihren eigenen Körper zu entwickeln. Deshalb ist es sehr sinnvoll, wenn Eltern sich und ihr Kind möglichst früh zum Kinderturnen anmelden. Doch auch im Alltag kann einiges getan werden, um die kindliche Motorik spielerisch zu trainieren. Auf umgefallenen Baumstämmen können die Kinder Balancieren üben oder die Eltern zeigen ihnen möglichst früh, wie sie sicher auf einen Stuhl und auch wieder herunterklettern.

Kinder sollten zudem lernen, welche gefährlichen Dinge im Haushalt lauern und wie sich zu verhalten haben. So können Eltern gemeinsam mit dem Kind eine Kerze entzünden. Dann lassen sie es kurz fühlen, wie heiß die Flamme ist. Anschließend darf das Kind die Kerze auspusten und die Eltern erklären ihm, dass Feuer nur von Erwachsenen und niemals von Kindern entfacht werden darf. Gleiches gilt für Messer, Scheren und andere gefährliche Gegenstände. Auch hier sollte das Kind wissen, um was es sich handelt, warum es gefährlich ist und das es niemals mit diesen Dingen spielen darf.

Checkliste mit den wichtigsten Fragen zum Thema Kindersicherheit im eigenen Zuhause

In der Theorie klingt es so einfach, in der Praxis übersehen Eltern jedoch oft die eine oder andere Gefahrenquelle. In einer Publikation des Kinderschutzbundes Dortmund sind alle wichtigen Fakten rund um das kindersichere Zuhause zusammengestellt. Unter anderem findet sich dort auch eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen für Eltern, auf welche sich im Folgenden bezogen werden soll.

Küche

  1. Sind Elektrogeräte unerreichbar für Kinder?
  2. Hat der Herd ein Schutzgitter?
  3. Hängen keine Kabel von den Geräten herunter?
  4. Ist der Hochstuhl kippsicher?
  5. Kann der Putzmittelschrank abgeschlossen werden?
  6. Sind Kindersicherungen an den Schubladen und Schranktüren?
  7. Sind Steckdosen abgesichert?
  8. Ist der Fußboden rutschfest bzw. trägt das Kind Rutsch-Socken?

Bad

  1. Liegen Rutschmatten in der Dusche, der Badewanne und auf dem Boden?
  2. Wurde der Badezimmerschlüssel entfernt?
  3. Gibt es Temperaturregler zum Schutz vor Verbrühungen?
  4. Sind Kosmetika, Putzmittel und Medikamente sicher weggeschlossen?
  5. Sind Elektrogeräte sowie scharfe und spitze Gegenstände außerhalb der Reichweite des Kindes?
  6. Sind die Steckdosen gesichert?

Wohnzimmer

  1. Ist ein rutschfester Bodenbelag verlegt oder trägt das Kind Rutsch- Socken?
  2. Sind die Steckdosen gesichert?
  3. Sind alle Glasflächen kenntlich gemacht beziehungsweise wurde Sicherheitsglas verbaut?
  4. Sind die Bewegungsflächen frei von Stolperfallen?
  5. Befindet sich auf dem Tisch keine Tischdecke?
  6. Sind TV- und Hifi-Geräte kippsicher aufgestellt?
  7. Sind Schränke und Regale fest verankert und sind Schubladen gesichert?
  8. Liegen keinerlei Kabel frei herum?
  9. Sind die Fenster gesichert oder abschließbar?

Kinderzimmer

  1. Sind Regale und Schränke kippsicher?
  2. Falls ein Hochbett vorhanden ist, ist es sicher verankert?
  3. Sind die Fenster gesichert oder können sie abgeschlossen werden?
  4. Befinden sich die Spielsachen in Reichweite des Kindes?
  5. Sind schwere und große Spielsachen in den unteren Regalen untergebracht?
  6. Gibt es ein Nachtlicht?
  7. Sind die Ecken und Kanten der Möbel abgerundet beziehungsweise geschützt?
  8. Verfügt der Wickeltisch über eine hohe Randbegrenzung?
  9. Ist das Babybett frei von Kissen, Kuscheltieren und Co?
  10. Finden sich keine Kleinteile im Kinderzimmer, welche verschluckt werden könnten?
  11. Ist der Bodenbelag rutschfest und gibt es keine Stolperfallen?

Flur

  1. Gibt es ein Treppen- Schutzgitter?
  2. Ist der Flur ausreichend beleuchtet?
  3. Sind die Treppenstufen rutschsicher?
  4. Ist das Treppenhaus nicht mit Blumenkübeln oder ähnlichem zugestellt?
  5. Verfügt die Treppe über ein Geländer?

Garten und Balkon

  1. Sind alle Gartengeräte weggeschlossen?
  2. Sind Spielgeräte fest verankert und ist der Boden darunter weich?
  3. Sind Gartenteich, Pool oder Regentonne gesichert?
  4. Gibt es giftige Pflanzen im Garten?
  5. Ist der Gartenzaun spitz?
  6. Gibt es an den Bäumen morsche Äste?
  7. Sind keine Querstreben auf dem Balkon?
  8. Ist die Balkontür kindersicher, beziehungsweise kann abgeschlossen werden?
  9. Gibt es Kletterhilfen auf dem Balkon?

Zusammenfassung

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Kleine Wehwehchen gehören zur Kindheit einfach dazu

Mit einigen kleineren Umbaumaßnahmen und einer großen Portion Achtsamkeit kann das Risiko von Unfällen im Haushalt, bei denen Kinder involviert sind, deutlich verringert werden. Eltern sollten sich jedoch nicht nur auf Helferlein, wie Kindersicherungen und abgeschlossene Schränke verlassen, sondern ihr Kind auch für die Gefahren des Alltags sensibilisieren. Ein Bewusstsein für Risiken sowie ein gutes Körpergefühl des Kindes, sind neben aufmerksamen Eltern immer noch die besten Schutzmaßnahmen.

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