Bambusparkett – Preis und Verlegung von Parkett aus Bambus

Eine Alternative zum herkömmlichen Holzparkett stellt das Bambusparkett dar. Bambus, als Pflanze zu den Gräsern gehörig, kommt in tropischen und subtropischen Regionen in rund 45 Arten vor. Bis zu 50 m hoch, erreicht Bambus eine Dicke von bis zu 30 cm. Bambus zeigt nur geringes Gewicht, jedoch eine hohe Zug-, Druck- und Biegefestigkeit.

Die schnellwachsende Pflanze weist auch eine starke Oberflächenhärte auf, sodass sie in den Heimatregionen auch zu Bauzwecken genutzt wird. In unseren Breiten ist Bambus seit langem auch als Werkstoff beliebt, doch die Verarbeitung zu Parkettböden ist relativ jung. Bambus wächst nicht nur schnell, sondern stirbt nach dem Schnitt nicht ab, wächst also wieder nach. Ökologisch gesehen, ein wertvoller, nachhaltiger Rohstoff.

Herstellung und Verlegung von Babusparkett

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Bambusparkett gibt es in verschiedenen Farbtönen.

Für die Verarbeitung zu Bambusparkett werden in erster Linie  die Arten Phyllostachys edulis und Phyllostachys pubescens geerntet. Durch ihren hohen Gehalt an Zellulose, 70 Prozent, und einem 25 prozentigen Ligninanteil weisen sie optimale Eigenschaften auf. Bambusrohre werden nach der Ernte längsseitig in Einzelteile geschnitten, die gekocht und getrocknet werden. Mit hohem Druck, bis zu 4.000 Tonnen,  werden die Einzelteile dann  wieder zusammengeleimt.

Die Verleimung kann horizontal, also hochkant, oder vertikal, flachliegend,  erfolgen. Während die Optik der vertikal zusammengeleimten Bambusteile relativ ruhig und neutral wirkt, zeigt sich bei der horizontalen Verleimung das charakteristische Bambusmuster, das durch die Sprossen entsteht. Nach der Verleimung werden die Bambusstücke auf die entsprechende Größe zugeschnitten und die Oberfläche geschliffen und, wie beim herkömmlichen Parket, mit Öl, Lack oder Wachs behandelt.

Verschiedene Farben zur Auswahl

Bambusparkett wird in den Hauptfarben Natur und Karamell angeboten. Die Karamellfärbung wird durch die Behandlung in einem Dampfofen hervorgerufen, in dem der natürliche Zuckergehalt im Bambus karamellisiert. Weitere verschiedene Farbtöne entstehen durch das Auftragen unterschiedlicher Öle. Die Verlegung von Bambusparkett erfolgt auf die gleiche Weise wie jene von Holzparkett, entweder über eine Nut- und Federverbindung oder mittels Klicksystem.

Bambusparkett eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften auch hervorragend für Feuchträume. Bambus neigt nur wenig zum Quellen sowie Schwinden und toleriert auch große Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen.

Verschiedene Bambusböden und Fußbodenheizung

Bambus wird für Schicht- oder Stabparkett ebenso verwendet wie für Landhaus- oder Terrassendielen. Wird der Bambusboden über einer Fußbodenheizung verlegt, gelten dieselben Vorschriften wie für Holzparkett. Bambusböden eignen sich jedoch nur für Warmwasser-Fußbodenheizungen. Für elektrische Heizsysteme ist der Werkstoff nicht geeignet.

Vor dem Verlegen sollte in jedem Fall eine CM-Messung, Calcium-Karbid-Messung, zur Feststellung der Restfeuchte im Estrich durchgeführt werden. Bei Estrichen aus Gussasphalt, Zement oder Anhydriten muss die Überdeckungsschicht mindestens 35 cm betragen. Während des Verlegens darf die Fußbodenheizung nicht eingeschaltet sein.

Auf den Estrich verlegen

Der Estrich sollte abgekühlt sein. Am besten wird Bambusparkett bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius verlegt, die relative  Luftfeuchtigkeit sollte dabei um 50 Prozent liegen. Wichtig ist, dass nach dem Verlegen des versiegelten oder geölten Bambusparketts, die Fußbodenheizung zwei Wochen abgeschaltet bleibt. Bambusbparketts zeigen eine hohe Lebensdauer und sind pflegeleicht wie alle Parkettböden.

Preise

Die Preise für Bambusparkett liegen zwischen ca. 20 und 100 Euro pro Quadratmeter. Für hochwertige Dielen müssen sie mit ca. 40 Euro und mehr pro m2 rechnen.